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Forderung eines Weltfußballers
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Forderung eines Weltfußballers Real-Madrid-Torhüter wünscht sich hohe Strafen gegen Homophobie

ms - 25.02.2026 - 15:00 Uhr
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Real Madrid empfängt heute Abend Benfica zum Rückspiel ihres UEFA-Champions-League-Playoff-Spiels. Im Vorfeld steht die Handhabung von Rassismus- und Homophobie-Vorwürfen durch die Fußballbehörden im Mittelpunkt. Der belgische Nationaltorhüter von Real, Thibaut Courtois, äußerte sich jetzt zur Thematik und fordert härtere Konsequenzen. 

Debatte um Diskriminierung 

Der 33-Jährige, der als einer der besten Torhüter der Geschichte gilt, erklärte, dass homophobe Beleidigungen genauso ernst genommen werden müssten wie rassistische. „Das sind homophobe Beleidigungen, und es ist genauso ernst“, sagte Courtois. Die Äußerungen des Torhüters folgen auf das umstrittene Hinspiel in Lissabon. 

Während des Spiels erzielte Reals Vinicius Junior ein Tor, wurde jedoch anschließend von Benficas Gianluca Prestianni angesprochen, der dabei sein Trikot über den Mund zog. Das Spiel wurde um zehn Minuten unterbrochen, nachdem Vinicius den Vorfall dem Schiedsrichter gemeldet hatte. Aurelien Tchouameni, französischer Nationalspieler von Real, sagte im spanischen Fernsehen: „Vini hat uns erzählt, dass Prestianni ihn einen Affen genannt hat.“ 

Der argentinische Flügelspieler bestreitet das, sein Verein Benfica bezeichnete die Anschuldigungen sogar als „Schmutzkampagne“ und versucht derzeit, die vorläufige Sperre des Spielers anzufechten. Die UEFA verhängte daraufhin am Montag eine vorläufige Ein-Spiel-Sperre gegen Prestianni, sodass er für das heutige Rückspiel in Madrid ausfällt. Eine strengere Strafe wird nach Abschluss der Untersuchung erwartet

Affengesten unter den Fans 

Courtois reagierte jetzt auf die Verteidigung des Spielers, die für ihn „genauso schlimm“ sei wie der Vorfall selbst. Außerdem kritisierte er auch rassistische Gesten von Zuschauern während des Spiels: „Ich habe auch Bilder von rassistischen Gesten auf den Tribünen bei Benfica während des Spiels gesehen, und ich finde das erschreckend. Man kann einen Spieler mehr oder weniger mögen, aber diese Gesten sind bedauerlich. Ich weiß nicht, ob Benfica gegen die Fans vorgeht, die Affengesten gemacht haben. Viele Dinge wurden und werden nicht gut gehandhabt. Rassismus, Homophobie… wir dürfen solche Dinge niemals akzeptieren.“

Homophobe Beleidigungen 

Courtois betonte zudem die Wichtigkeit, auch homophobe Beleidigungen im Fußball ernst zu nehmen, gerade angesichts des Fehlens von öffentlich schwulen oder bisexuellen Männern im Profibereich. Dies stehe im Kontrast zu rassistischen Vorfällen, denen üblicherweise mit scharfer Kritik begegnet würde.

Real-Trainer Alvaro Arbeloa unterstützte Courtois’ Aussagen und forderte die UEFA auf, endlich über „nette Parolen“ und „schöne Banner“ für die Community hinauszugehen. „Der Verband hat die Verantwortung, seine Anti-Diskriminierungs-Haltung durch entschlossenes Handeln gegen jeden Spieler, der sich solcher Beleidigungen schuldig macht, umzusetzen“, sagte Arbeloa. Sollte Prestianni für diskriminierende Sprache schuldig gesprochen werden, droht ihm eine Sperre von mindestens zehn Spielen. Ähnlich strikte Strafen sollte es auch in Fällen von Homophobie geben, betonten Courtois und Arbeloa sinngemäß. 

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