Direkt zum Inhalt
Klare Absage an LGBTIQ+

Klare Absage an LGBTIQ+ Papst Leo bekräftigt Abwendung von der Community

ms - 24.02.2026 - 10:00 Uhr
Loading audio player...

Papst Leo XIV. hat eine mögliche Änderung der Haltung des Vatikans zu LGBTIQ+-Rechten erneut und definitiv ausgeschlossen. Der Pontifex erklärte, dass eine Veränderung der kirchlichen Lehre zu Sexualität und Ehe im Moment „äußerst unwahrscheinlich“ sei. Zuerst müssten die Einstellungen innerhalb der Kirche verändert werden, bevor Lehren geändert werden könnten. Inhaltlich folgt er damit auch der jüngsten Kehrtwende in der Kirche von England

Klare Absage an LGBTIQ+ 

In seiner neuen Biografie  sprach von Papst Leo XIV. mit der Vatikan-Expertin Elise Ann Allen über die Lehre der Kirche. „Es erscheint mir sehr unwahrscheinlich, dass die Lehre der Kirche ihre Position zu Sexualität und Ehe in der nahen Zukunft ändern wird“, bekräftigte Leo erneut und fügte hinzu: „Ich muss gestehen, dass das Thema weiterhin im Hintergrund meiner Gedanken bleibt, weil jedes Thema, das mit der LGBTIQ+-Realität zu tun hat, in der Kirche stark polarisiert. Für den Moment versuche ich, im Einklang mit dem, was ich als Papst in dieser historischen Zeit bezeugen und leben wollte, keine Polarisierung in der Kirche zu fördern.“ 

Jeder ist willkommen – als Neutrum

Der Papst erklärte weiter, dass eine Veränderung der kirchlichen Lehre nur dann möglich sei, wenn sich zuvor die allgemeinen Einstellungen innerhalb der Kirche ändern würden: „Was ich sagen möchte, ist das, was Papst Franziskus sehr deutlich formuliert hat: ‚Todos, todos‘ – Alle sind eingeladen, aber nicht als Ausdruck einer spezifischen Identität. Ich lade eine Person ein, weil sie ein Sohn oder eine Tochter Gottes ist. Jeder ist willkommen, und wir können einander kennenlernen und respektieren“, erklärte der Pontifex weiter. „Die Menschen wollen, dass die Lehre der Kirche sich ändert und dass sich die Einstellungen ändern: Ich glaube, wir müssen zuerst die Einstellungen ändern, bevor wir überhaupt darüber nachdenken können, was die Kirche über ein bestimmtes Thema lehrt.“

Kein Schritt in Richtung Community 

Auf die Forderungen nach Anerkennung der gleichgeschlechtlichen Ehe und von trans* Personen reagierte der Papst mit den Worten: „Die Lehre der Kirche wird weiterhin so bleiben, wie sie ist, und für den Moment habe ich nichts mehr hinzuzufügen.“ Im Juli 2025 hatte Kardinal Victor Manuel Fernández, der Leiter des Dikasteriums für die Glaubenslehre, gegenüber einem italienischen Reporter erklärt, dass Segnungen für gleichgeschlechtliche Paare weiterhin praktiziert würden, jedoch betonte er auch, dass diese nicht mit der Ehe verglichen werden könnten.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Finales Urteil in der Schweiz

17,5 Jahre Haft für 68-Jährigen

Ein 68-jähriger Schweizer wurde jetzt final vom Bundesgericht zu fast 17,5 Jahren Haft verurteilt. Er hatte zwei Sex-Dates in eine Schlucht gestoßen.
Neuer Vorsitz der Bischöfe

Wilmer ist neuer Vorsitzender

Heiner Wilmer wurde heute zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz ernannt. Was bedeutet das für die Reformpläne und LGBTIQ+?
Angriff auf Pride-Flagge

Rechte Politiker in Portugal

Die rechtspopulistische Partei Chega in Portugal fordert ein Verbot von allen Pride-Flaggen an staatlichen Gebäuden und betont die Staats-Neutralität.
Schwuler Mann erschossen

Mord vor queerem Club in Orlando

Ein 33-jähriger schwuler Mann wurde in Orlando, Florida, direkt vor einem queeren Club erschossen. Die Polizei hat einen Tatverdächtigen festgenommen.
Brutale Attacke in München

Schwuler in Straßenbahn angegriffen

Brutale Attacke auf einen jungen schwulen Münchner: Der 23-Jährige wurde mit einer Bierflasche angegriffen und in der Straßenbahn zusammengeschlagen.
Martyn Butler ist tot

Vorkämpfer der Community

Einer der wichtigsten Vorkämpfer der Community, Martyn Butler, ist mit 71 Jahren verstorben. Er war auch Mitbegründer des Terrence Higgins Trust.
Homophobie in Berlin

Küssende Männer sind „ekelhaft“

Jeder fünfte Berliner findet küssende Schwule „ekelhaft“, vor allem junge Menschen. Eine Studie belegt: Auch in Berlin ist Homophobie weit verbreitet.
Folgen homophober Gesänge

Strafe für britischen Fußballclub

Homophobe Gesänge von Fußballfans haben jetzt Konsequenzen für den britischen Fußballklub Cardiff City, das Strafmaß ist noch nicht publik.
Hilfe für LGBTIQ+-Opfer

Neue Initiative in Umbrien

In Umbrien wurde ein neues Gesetz verabschiedet, das LGBTIQ+-Opfern von Diskriminierung und Gewalt Sozialwohnungen bereitstellen soll.