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Ausstellung im Smithsonian
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Ausstellung im Smithsonian US-Nationalmuseum ehrt erstmals queere Kreative aus Afrika

ms - 19.02.2026 - 15:00 Uhr
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Mit fast 60 Werken von mehr als 60 queeren afrikanischen Künstlerinnen und Künstlern widmet sich das weltberühmte Smithsonian National Museum of African Art in den USA erstmals in dieser Form der LGBTIQ+-Kunst aus Afrika und der Diaspora. Die Ausstellung „Here: Pride and Belonging in African Art“ ist von kommenden Montag an bis Ende August 2026 zu sehen und gilt als bislang umfassendste Präsentation zu diesem Thema an einer nationalen Institution in den USA. In einem Land unter der Trump-Administration setzt die Ausstellung so auch ein politisches Statement. 

Queere Kunstgeschichte im Fokus

Die Schau ist Teil des Forschungsprojekts „The Here Project“, das LGBTIQ+-Stimmen in der zeitgenössischen afrikanischen Kunst und der Diaspora dokumentieren und sichtbar machen soll. Im Mittelpunkt stehen nach Angaben des Museums die Perspektiven der beteiligten Künstlerinnen und Künstler selbst. Gezeigt werden Arbeiten unter anderem von Zanele Muholi, Toyin Ojih Odutola, Rotimi Fani-Kayode, Leilah Babirye, Jim Chuchu und Ṣọlá Olúlòde sowie zahlreichen weiteren LGBTIQ+-Kunstschaffenden. Die rund 60 Arbeiten verdeutlichten, dass queere Erfahrungen integraler Bestandteil einer umfassenderen afrikanischen Kunstgeschichte sind. 

Die Ausstellung versammelt dabei Malerei, Fotografie, Skulptur, Arbeiten auf Papier, Installationen sowie Video- und digitale Kunst. Thematisch geht es unter anderem um Familie, Spiritualität, Selbstbestimmung, intime Beziehungen, Zukunftsentwürfe und Freude. Das Museum betont, dass die Werke trotz ihrer individuellen Ausprägungen universelle Fragen berühren – etwa die Bedeutung biologischer und gewählter Familien, spirituelle Traditionen, Selbstbehauptung und das Recht auf Freude.

Queeres Erbe ans Licht gebracht

Kuratiert wird die Ausstellung von Kevin D. Dumouchelle und Serubiri Moses. Dumouchelle erklärte: „Diese Erfahrungen waren immer Teil der afrikanischen Kunsttradition, auch wenn sie lange wenig dokumentiert wurden. ‚Here‘ bringt dieses Erbe ans Licht. Als führende Institution ist es wichtig, vielschichtige Narrative über Künstlerinnen und Künstler in Afrika und seiner Diaspora zu erzählen, um unser Verständnis des Kunstkanons zu erweitern.“ Moses betonte zudem die geografische Breite der Auswahl hervor: „In meiner Recherche wollte ich über zwei oft zitierte Regionen hinausgehen, Südafrika und Nigeria. Entsprechend umfasst die Ausstellung und zeigt Künstler aus dem gesamten Kontinent.“

Museumsdirektor John K. Lapiana erklärte außerdem: „‚Here‘ entspricht der Gründungsmission unseres Museums: das kulturelle Erbe Afrikas zu würdigen und interkulturelles Verständnis sowie Kommunikation zu fördern. Ich danke allen beteiligten Künstlerinnen und Künstlern. Ihre Arbeiten eröffnen neue Perspektiven und ermutigen uns, unser Verständnis zeitgenössischer afrikanischer Kunst, ihrer Erforschung und Präsentation zu erweitern.“

Das 1964 gegründete Museum ist seit 1979 Teil der Smithsonian Institution. Es ist die einzige nationale Einrichtung in den USA, die sich ausschließlich der afrikanischen Kunst in unterschiedlichen Epochen und Medien widmet. Die Sammlung umfasst mehr als 13.000 Werke aus über tausend Jahren Geschichte.

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