Direkt zum Inhalt
Festnahmen bei Protesten
ANZEIGE

Festnahmen bei Protesten 25 queere Aktivisten vor US-Gesundheitsministerium festgenommen

ms - 19.02.2026 - 08:00 Uhr
Loading audio player...

Bei einem Protest gegen geplante bundesweite Regelungen, die den Zugang zu medizinischer Versorgung für trans* Jugendliche einschränken würden, sind in Washington D.C. insgesamt 25 Personen festgenommen worden. Die Demonstration, an der rund 50 queere Aktivisten teilnahmen, fand vor dem Hubert H. Humphrey Building, dem Hauptsitz des U.S. Department of Health and Human Services (HHS), statt.

Protest vor Gesundheitsministerium

Organisiert wurde der Protest von der Gender Liberation Movement (GLM) in Zusammenarbeit mit ACT UP NY und ACT UP Pittsburgh. Die Teilnehmer blockierten den Eingang zum Gebäude und hielten Schilder mit der Aufschrift „Hände weg von unseren Hormonen“ hoch. Zudem skandierten sie Parolen, die die Rechte und den Schutz von trans* Jugendlichen unterstützten.

Die Festnahmen erfolgten, weil die Protestierenden den Zugang zum Gebäude blockierten, sie wurden anschließend in Gewahrsam des Metropolitan Police Department von Washington D.C. genommen. Der Protest fiel mit dem letzten Tag der öffentlichen Kommentierungsfrist zu den vorgeschlagenen Regelungen zusammen. Am selben Tag schickten 106 Mitglieder des Kongresses einen Brief, in dem sie sich gegen die geplanten Änderungen aussprachen.

Mittelkürzungen bei Krankenhäusern 

Die geplanten Regelungen, die im Dezember 2025 vom Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. vorgestellt wurden, würden es Krankenhäusern, die geschlechtsbejahende Versorgung für Minderjährige anbieten, untersagen, an Programmen wie Medicare und Medicaid teilzunehmen. Außerdem sollen Mittel aus den Programmen für Medicaid und das Kinderkrankenversicherungsprogramm nicht mehr für solche Behandlungen verwendet werden dürfen. Zudem würde geschlechtliche Dysphorie nicht mehr unter den Schutz des Section 504 des Rehabilitation Act fallen.

„Wir möchten, dass trans* Jugendliche und ihre liebevollen Familien wissen, dass wir sie sehen, wir sie schätzen, und dass wir diese Angriffe nicht ohne Widerstand geschehen lassen werden“, erklärte Raquel Willis, Mitbegründerin der Gender Liberation Movement (GLM), in einer Pressemitteilung. „Wir möchten auch, dass alle Amerikaner verstehen, dass Trump, Kennedy und ihr HHS nicht nur versuchen, die Versorgung für trans* Jugendliche zu blockieren – sie kommen auch für trans* Erwachsene, für diejenigen, die Behandlungen wie Insulin brauchen, und für all jene, die bereits von einem kaputten Gesundheitssystem im Stich gelassen wurden“, fügte Willis hinzu.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Eklat um US-Republikaner

Hinrichtungen von LGBTIQ+-Menschen

Der US-Republikaner Marshall Rawson steht wegen Verbindungen zu Nationalisten und seiner Befürwortung der Todesstrafe für Homosexuelle in der Kritik.
Lambda gründet eigene Stiftung

Queere Jugendhilfe vor Finanzlücke

Nach dem Ende der Bundesförderung will das queere Jugendnetzwerk Lambda mit einer Stiftung queere Jugendstrukturen langfristig absichern.
Schließung des Kennedy Centers

Streit um Kulturprogramm eskaliert

Nach monatelangem Streit um Trumps Einfluss und die „woke“ Ausrichtung des Kennedy Centers wird das Kulturhaus vorerst ganz geschlossen.
Verbot in Nordirland

Streit um Schutz der Community

Nordirlands Parlament debattiert erstmals über ein Gesetz zum Verbot von Konversionspraktiken – mit bis zu zwei Jahren Haft.
Razzien in Australien

Polizisten im Gay Village Sydney

Zum wiederholten Mal gab es Razzien in Sydneys Gay Village, der Unmut wächst. Zuletzt wurden 65 Menschen kontrolliert, 28 Drogendelikte festgestellt.
Social Media erst ab 13?

EU betont Altersgrenzen

Die EU-Kommission plant trotz Kritik neue Altersgrenzen für soziale Netzwerke und will Plattformen stärker für den Jugendschutz in die Pflicht nehmen.
Kokainflut in Deutschland

Drogenhandel wird digitaler

Kokainhandel, digitale Vertriebswege und neue Formen des Drogenkonsums beschäftigen Polizei und Politik zunehmend.
Überfälle bei Grindr-Dates

30 Jahre Haft für Täter gefordert

Drei junge Männer sollen neun Schwule in Rom über Grindr in Fallen gelockt und beraubt haben. Die Staatsanwaltschaft fordert insgesamt 30 Jahre Haft.