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Umdenken in Brasilien Homo-Hass hat im Fußball nichts verloren

Von ms - 11.03.2026 - 11:00 Uhr
Umdenken in Brasilien
Foto: IMAGO / Focus Images
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Der brasilianische Senat steht kurz vor einer Abstimmung über einen Gesetzesentwurf, der härtere Strafen für Diskriminierung in Fußballstadien vorsieht. Der Entwurf zielt darauf ab, rassistische, fremdenfeindliche, homophobe und transphobe Handlungen bei Sportveranstaltungen strenger zu bestrafen.

Hassgesänge und Angriffe

Obwohl Fußball in Brasilien eine nationale Leidenschaft ist, kommt es immer wieder zu Vorfällen, die LGBTIQ+-Fans und andere Minderheiten abschrecken. Beleidigende Plakate, Hassgesänge und verbale Angriffe auf Spieler, Schiedsrichter und Zuschauer sind Beispiele für die Diskriminierung, die durch den Entwurf mit strengeren Sanktionen bekämpft werden soll. Zuletzt wurde bereits der Trainer und technische Direktor des brasilianischen Fußballclubs Internacional im Februar dieses Jahres wegen Homophobie belangt. 

Ursprünglich sollte das Gesetz mit dem Titel „Estatuto de Defesa do Torcedor“ (Gesetz zum Schutz der Fans) dies bereits ändern. Nach dessen Aufhebung durch das Lei Geral do Esporte, dem allgemeinen Sportgesetz-Gremium, im Jahr 2023 empfahl die Senatorin Augusta Brito (PT-CE), die höheren Strafen direkt in die neue Sportgesetzgebung aufzunehmen. Dadurch soll der Gesetzestext besser gegen diskriminierendes Verhalten wirken und Stadien zu sichereren, inklusiven Orten für alle Menschen machen, einschließlich der queeren Gemeinschaft.

Neues Gesetz für Frauen

Parallel dazu diskutiert der Menschenrechtsausschuss einen anderen Entwurf, der Misogynie als Straftat im Rahmen des Antirassismusgesetzes aufnehmen möchte, das würde insbesondere auch lesbische, bisexuelle und queere Frauen besser schützen. Das Gesetz soll den Schutz vor Diskriminierung von Frauen erweitern. „Die Aufnahme von Misogynie als Straftat stellt Hass und Abneigung gegen Frauen gleichwertig zu anderen bereits strafbaren Diskriminierungsformen wie Rassismus und Homophobie dar“, heißt es. Der Entwurf stößt jedoch auf Widerstand bei jenen Abgeordneten, die die Definition und den Umfang der Strafen infrage stellen.

Queere Verbände betonen Inklusion

Die geplanten Änderungen könnten für die LGBTIQ+-Community und andere Minderheiten einen wichtigen Fortschritt darstellen, wie queere Verbände im Land betonen. Ziel sei es, Fußball zu einem inklusiven Raum zu machen, in dem alle Identitäten respektiert werden. Gleichzeitig soll die Kriminalisierung von Misogynie den Kampf gegen Sexismus und symbolische Gewalt stärken, der viele Frauen täglich betrifft, einschließlich solcher aus diversen Geschlechter- und Sexualitätsgruppen. „Es ist entscheidend, dass die Gesellschaft diese Initiativen unterstützt, da sie nicht nur intolerantes Verhalten sanktionieren, sondern auch eine klare Botschaft senden: Diskriminierung hat weder in Stadien noch in anderen sozialen Räumen Platz“, heißt es in dem Bericht.

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