Direkt zum Inhalt
LGBTIQ+-Menschen in den USA
Foto: IMAGO / NurPhoto
ANZEIGE

LGBTIQ+-Menschen in den USA In den USA leben mehr queere Personen als je zuvor

ms - 18.02.2026 - 13:00 Uhr
Loading audio player...

Etwa neun Prozent der Erwachsenen in den USA identifizieren sich laut einer aktuellen Studie als LGBTIQ+, in Summe sind das rund 31,4 Millionen Menschen. Die Gallup-Umfrage aus dem Jahr 2025, bei der mehr als 13.000 US-Erwachsene telefonisch befragt wurden, zeigt, dass dieser Anteil im Vergleich zum Vorjahr zwar unverändert blieb, jedoch mehr als doppelt so hoch ist wie noch 2012, als Gallup erstmals die LGBTIQ+-Bevölkerung erfasste.

Bisexuelle sind die Mehrheit

Rund 86 Prozent der Befragten gaben an, heterosexuell zu sein, während neun Prozent sich der LGBTIQ+-Community zuordnen. Fünf Prozent der Teilnehmer machten keine Angaben zu ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität. Von den LGBTIQ+-Erwachsenen identifizieren sich 17 Prozent als schwul, 16 Prozent als lesbisch und 12 Prozent als trans*. Der größte Anteil der LGBTIQ+-Gemeinschaft, rund fünf Prozent der gesamten US-Erwachsenenbevölkerung, ist bisexuell. Seit 2020 misst Gallup LGBTIQ+-Identitäten als separate Kategorien, und bisexuelle Menschen haben sich dabei als die häufigste und am schnellsten wachsende herausgestellt. Im Jahr 2020 gaben etwa drei Prozent der US-Erwachsenen an, bisexuell zu sein. Heute sind es bereits mehr als fünf Prozent.

Zuwachs in der jungen Generation

Ein Anstieg der LGBTIQ+-Personen wird vor allem bei Erwachsenen unter 30 Jahren sowie bei Frauen festgestellt. Auch Demokraten berichten häufiger von einer LGBTIQ+-Identität als Republikaner. Eine Studie der Dating-App Hinge aus dem vergangenen Jahr zeigte zudem auf, dass die Generation Z in Bezug auf ihre Sexualität offener ist als die Millennials. Ein Sprecher der Organisation Gallup betonte: „Die Umfrageergebnisse spiegeln eine breitere gesellschaftliche Entwicklung wider, bei der immer mehr Menschen ihre sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität öffentlich anerkennen und sich der LGBTIQ+-Gemeinschaft zugehörig fühlen.“ Prozenttechnisch mit Deutschland können die USA allerdings nicht mithalten, in der Bundesrepublik definieren sich inzwischen 12 Prozent aller Bürger als homo- oder bisexuell beziehungsweise queer – in Summe etwas mehr als zehn Millionen Menschen.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

News zu Heated Rivalry 2

Hudson Williams verrät Details

„Heated Rivalry 2“ wird derzeit gedreht und soll 2027 mit neuen Konflikten und mehr Emotionalität starten, verriet jetzt Schauspieler Hudson Williams.
Schwule Juden

Mehr Sichtbarkeit in der Community

Eine LGBTIQ+-Tora-Gruppe in Oregon liest jüdische Texte neu und will LGBTIQ+-Menschen darin als Teil der jüdischen Geschichte sichtbar machen.
Streisand greift Trump an

Streit um das Kennedy Center

Barbra Streisand kritisiert Präsident Trumps Vorgehen beim Kennedy Center, dessen Umbenennung juristisch und politisch umstritten ist.
Zehn Jahre Projekt „WiR*“

Aufklärung gerät unter Druck

Das Kölner Projekt „WiR*“ feiert zehn Jahre Aufklärungsarbeit – und warnt vor zunehmender Queerfeindlichkeit an Schulen.
Kolumbien sagt Nein zu LGBTIQ+

Kritik an neuem Regierungskurs

Kolumbien verlässt eine wichtige internationale LGBTIQ+-Koalition, während Menschenrechtsvereine vor anhaltender Gewalt gegen die Community warnen.
Vapen bei LGBTIQ+-Jugendlichen

Mobbing verstärkt den Trend

Eine neue Untersuchung sieht einen Zusammenhang zwischen der Ausgrenzung und Mobbing von LGBTIQ+-Jugendlichen und ihrem erhöhten Vape-Konsum.
ESC-Krise in Großbritannien

Prüfung des Auswahlverfahrens

Nach dem letzten Platz 2026 beim ESC soll das britische Eurovision-Auswahlverfahren jetzt im Parlament genauer untersucht werden.
Volkszählung in den USA

Neue Regeln sorgen für Kritik

Geplante Regeln für die US-Volkszählung 2030 könnten trans* Menschen zur Offenlegung ihrer Geschlechtsidentität gegenüber dem Staat zwingen.