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Ex-Rugbystar Gareth Thomas Warnung vor den Gefahren von Chemsex in der Community

Von ms - 16.04.2026 - 15:00 Uhr
Ex-Rugby-Nationalspieler Gareth Thomas
Foto: IMAGO / Focus Images
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Der frühere walisische Rugby-Nationalspieler Gareth Thomas (51), einer der ersten offen schwulen Profirugbyspieler weltweit, hat eine neue Kampagne gestartet, um auf die Gefahren von Chemsex und Drogenmissbrauch in der LGBTIQ+-Community aufmerksam zu machen.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Gareth Thomas, ehemaliger Kapitän der walisischen Rugby-Nationalmannschaft, startet Kampagne gegen Chemsex in der LGBTIQ+-Community.  
  • Kampagne in Zusammenarbeit mit der Non-Profit-Organisation „You Are Loved“ und der Dating-App Grindr. 
  • Ziel: Aufklärung über Risiken von Chemsex und Drogenmissbrauch, darunter Überdosierung, HIV-Infektionen und psychische Gesundheitsprobleme. 
  • Forschungsergebnisse zeigen: 28 Prozent der Grindr-Nutzer hatten Sex unter Drogeneinfluss; 19 Prozent haben jemanden durch drogenbedingten Tod verloren. 

Kampagne gegen Chemsex 

Die Initiative entstand in Zusammenarbeit mit der LGBTIQ+-Non-Profit-Organisation „You Are Loved“ sowie der Dating-App Grindr. Thomas erklärte dazu: „Zu lange haben Menschen ihre Probleme aus Angst vor Verurteilung verschwiegen, und dieses Schweigen fördert einen negativen Kreislauf aus Scham und Schaden. Niemand sollte sich schämen, Hilfe zu suchen oder über seine Probleme zu sprechen. Wenn wir offener über diese Themen reden, beginnt das Stigma zu bröckeln, und letztlich können wir nicht nur Leben verändern, sondern auch retten.“

Die Kampagne thematisiert Chemsex sowie den generellen Konsum von Drogen zur Steigerung sexueller Erlebnisse und die damit verbundenen Risiken wie Überdosierung, HIV-Infektionen und psychische Belastungen. Laut Studien, die über Grindr erhoben wurden, haben mehr als ein Viertel der App-Nutzer (28 Prozent) beim Sex bereits Drogen verwendet. Zudem berichteten 19 Prozent der Befragten, dass sie jemanden durch einen drogenbedingten Todesfall verloren hätten.

Stigma aufbrechen

Teil der Kampagne sind auch Erfahrungsberichte von Persönlichkeiten wie Paris Lees und Kaiden Ford. Mohan Sundararaj, Geschäftsführer von Grindr for Equality, betonte: „Wir wissen, dass Plattformen eine kraftvolle positive Wirkung haben können – aber nur, wenn sie mit den richtigen Informationen, Werkzeugen und Unterstützungsangeboten kombiniert werden. Wir erreichen täglich Millionen von LGBTIQ+-Menschen, und damit haben wir die Möglichkeit, Stigmata aufzubrechen, Gespräche zu eröffnen und Menschen Zugang zu zugänglicher, urteilsfreier Unterstützung zu geben. Indem wir die Lücke zwischen Bewusstsein und Handlung schließen, können wir Menschen helfen, sicherere und informierte Entscheidungen über ihre Gesundheit zu treffen.“

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