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Datingfalle in der Schweiz Anklage gegen zwei Männer, die Schwule im Wald attackiert haben sollen

Von ms - 09.02.2026 - 11:30 Uhr
Datingfalle in der Schweiz
Foto: iStock / simonkr
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Vor dem Bezirksgericht Bülach in der Schweiz müssen sich derzeit zwei Männer im Alter von 23 und 29 Jahren wegen Raubes an homosexuellen Männern verantworten. Den beiden wird vorgeworfen, mittels der bekannten Dating-App-Masche ihre Opfer unter falschem Vorwand getroffen und ausgeraubt zu haben.

Im Wald ausgeraubt 

Laut Anklage verlief das Vorgehen der Beschuldigten immer nach dem gleichen Muster: Der 29-Jährige habe sich im Herbst 2023 über die Dating-Plattform Grindr mit meist älteren schwulen Männern verabredet und ein Treffen für Sex vereinbart. Anschließend hätten sich die Männer an zuvor vereinbarten Orten in Bassersdorf und Wallisellen im Wald getroffen. Dort wartete bereits der 23-jährige Komplize, maskiert mit Sturmhaube und bewaffnet mit einer Soft-Air-Pistole.

Demnach habe der Komplize die Opfer bedroht, während der andere Mann laut Anklage sehr brutal auf sie eintrat, bis sie wehrlos waren. Anschließend raubten die zwei jungen Männer laut Anklageschrift ihre verletzten Opfer aus, die Beute soll unter den Beiden anschließend aufgeteilt worden sein. Für zwei Überfälle wurden die Männer angeklagt, nach Angaben der Ermittler ist es möglich, dass es weitere Opfer geben könnte, die bisher noch nicht bekannt sind. 

Festnahme vor nächstem Raubzug 

Ein weiterer Raub konnte von der Polizei verhindert werden: In diesem Fall hatten die Beschuldigten bereits Vorbereitungen getroffen und ein Treffen mit dem geplanten Opfer vereinbart. Während sie das Vorgehen telefonisch abstimmten, wurde der 23-Jährige observiert und noch am gleichen Abend gemeinsam mit seinem Komplizen festgenommen.

Die Staatsanwaltschaft fordert für den 23-jährigen Brasilianer eine Freiheitsstrafe von 10,5 Jahren sowie eine Landesverweisung von 12 Jahren. Dem 29-Jährigen drohen 11,5 Jahre Haft und eine Geldstrafe von 1.000 Franken. Zu Beginn des Prozess hatte der 29-jährige Angeklagte vor Gericht erklärt: „Wir wollten zu Geld kommen, ohne etwas machen zu müssen.“ Man habe daher gezielt ältere schwule Männer ausgesucht, die bereit waren, für ein Treffen Geld zu zahlen. 

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