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Neuer Angriff auf Homo-Ehe 47 Verbände planen neue Strategie gegen Homosexuellen-Rechte

Von ms - 04.02.2026 - 14:00 Uhr
Neuer Angriff auf Homo-Ehe
Foto: IMAGO / Xinhua
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Nachdem im November 2025 der Oberste Gerichtshof der USA überraschend eine Klage aus dem Umfeld der früheren Standesbeamtin Kim Davis gegen die gleichgeschlechtliche Ehe ablehnte, formieren sich jetzt Anti-Homosexuellen-Verbände neu. Inzwischen haben sich insgesamt 47 Organisationen zusammengeschlossen mit dem einen Ziel, die Homo-Ehe in den Vereinigten Staaten von Amerika doch noch rückabzuwickeln. 

Neuer Fokus auf Kinderrechte

Die neuen Initiatoren argumentieren, der primäre Zweck der Ehe sei die Erziehung von Kindern. Gleichgeschlechtliche Paare würden durch ihr Anliegen, heiraten zu dürfen, ihre romantische Beziehung über das Wohl der Kinder stellen. Mit dieser Begründung wurde jetzt die neue Kampagne „Greater Than“ ins Leben gerufen. In einer Medienmitteilung heißt es dazu: „Kinder haben Besseres verdient und sind wichtiger als die Wünsche der Erwachsenen.“ Gut zehn Jahre nach der bahnbrechenden Entscheidung des damaligen Obersten Gerichtshofes 2015 über die Ehe für alle sei deutlich geworden, dass Elternschaft als austauschbar betrachtet werde und Kinder der „einzigartigen Liebe und Erziehung“ beraubt würden, die „nur Mutter und Vater“ geben könnten.

Klischees um Homosexualität und Pädophilie

Zu den beteiligten Gruppen zählen unter anderem das Chuck Colson Center for Christian Worldview, das Southern Baptist Theological Seminary, der Family Research Council, Focus on the Family sowie die American Family Association. Sie alle greifen abermals bekannte Argumente und gängige Klischees über Schwule und Lesben auf und versuchen so erneut, die sogenannte „Groomer“-Debatte neu zu beleben, um vor allem schwule Männer von neuem mit Pädophilie in Verbindung zu bringen. Die Kampagne arbeitet zudem gezielt mit visuellen Anleihen der Human Rights Campaign, einer der größten LGBTIQ+-Organisation in den USA. So ähnelt das Logo von „Greater Than“ frappierend dem der HRC – der queere Verband hat auf diesen graphischen Angriff noch nicht reagiert. Das Ziel indes scheint eindeutig: Maximale Verwirrung zu stiften und so die mögliche Anhängerschaft gegen die Homo-Ehe zu vergrößern. 

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