Direkt zum Inhalt
Donald Trump meidet Super Bowl: Kritik an Künstlerauswahl

100 Millionen Zuschauende Donald Trump meidet Super Bowl: Kritik an Künstlerauswahl

mr - 26.01.2026 - 13:30 Uhr
Loading audio player...

Donald Trump bleibt dem diesjährigen Super Bowl fern und hat zugleich die auftretenden Acts bei der Veranstaltung scharf kritisiert. In einem Interview äußerte der ehemalige US-Präsident deutlichen Unmut gegenüber den für das Finale ausgewählten Musik-Performances. Die Acts, darunter die bekannte Punkrockband Green Day und der erfolgreich Rapper Bad Bunny, gelten als Trump-kritisch. Besonders die Ankündigung von Bad Bunny, die gesamte Halbzeitshow auf Spanisch zu präsentieren, sorgt für politische Schlagzeilen in den USA.

 

Trump gegen musikalische Auswahl beim Super Bowl

Green Day eröffnet das Großereignis, während Bad Bunny in der Halbzeit auftritt. Noch nie zuvor hat ein Act die Halbzeit-Show des Super Bowls ausschließlich auf Spanisch bestritten. Trump beschwerte sich laut Interview darüber, dass die Auswahl der Künstler „Hass säe“ und eine „schreckliche Wahl“ für das größte Sportereignis in den Vereinigten Staaten sei. Er schloss eine Unterstützung für das musikalische Line-Up kategorisch aus.

 

Lager reagieren auf Trumps Haltung

Bereits im Vorfeld hatten konservative Politikerinnen und Trump-nahe Gruppen Kritik an der Wahl von Bad Bunny geäußert. Sie forderten eine „All-American“-Alternative für die traditionsreiche Veranstaltung, mit Verweis auf einen angeblichen Werteverlust. Bad Bunny selbst hatte bereits in der Vergangenheit die Migrationspolitik der USA angesprochen und Konzerte wegen rassistischer Überwachung ausgesetzt. Ein Mitglied aus Trumps Umfeld betonte, die Entscheidung für den Auftritt von Bad Bunny spiegele nicht die kulturelle Vielfalt wider, sondern stehe für eine Politisierung des Events.

 

Super Bowl als Bühne für gesellschaftliche Konflikte

Der Super Bowl zählt zu den wichtigsten Medienereignissen, mehr als 100 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgen die Show weltweit. In diesem Jahr rücken jedoch nicht Sport oder Musik ins Zentrum, sondern politische Signale. Viele Rechte sehen in solchen Auftritten einen Identitätsverlust, während Befürworterinnen und Befürworter die Diversität als längst notwendige Anerkennung gesellschaftlicher Realität feiern. Laut aktuellen Umfragen teilt das US-Publikum diese Bewertungen – die Meinungen zur künstlerischen Auswahl sind hoch polarisiert.

 

Politische Kritik überschattet Football-Finale

Mit seiner offenen Ablehnung der Musiker setzt Donald Trump ein klares Zeichen im laufenden Wahlkampf und nutzt den medialen Rahmen für gesellschaftspolitische Kritik. Es ist absehbar, dass große Kulturereignisse in den USA weiterhin zum Schauplatz politischer Auseinandersetzungen werden. Ob der Super Bowl künftig mehr verbindet oder spaltet, wird maßgeblich von den Reaktionen der Zuschauerinnen und Zuschauer darauf abhängen.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Marihuana macht schwul

US-Pastor sorgt für Heiterkeit

Ein US-amerikanischer Pastor hat mit Aussagen über Marihuana, Homosexualität und Nikotin Heiterkeit und eine Welle der Kritik ausgelöst.
Gay Walking Speed

Gehen schwule Männer anders?

Ein populäres Klischee über das schnelle Gehtempo schwuler Männer rückt durch neue Erkenntnisse über die gesundheitlichen Vorteile zügigen Gehens in den Fokus.
LGBTIQ+-Dating im Wandel

Klarheit statt gemischter Signale

Eine neue Hinge-Studie zeigt, dass LGBTIQ+-Singles in unsicheren Zeiten zunehmend auf emotionale Sicherheit, Beständigkeit und klare Absichten setzen.
Komplettausfall von Ogles

US-Republikaner attackiert Schwule

Homosexualität habe kein Platz in den USA, erklärte der Republikaner Andy Ogles und löst damit eine heftige Debatte in seiner eigenen Partei aus.
Akzeptanzwerte sinken erneut

Weiterer Rückgang dokumentiert

Eine neue Gallup-Umfrage zeigt, dass die Unterstützung für LGBTIQ+-Rechte in den USA nach Jahren des Anstiegs erneut zurückgeht. Ein Alarmsignal!
Stichwahl in Kolumbien

Debatte über LGBTIQ+-Rechte

Vor der Präsidentschaftsstichwahl in Kolumbien richtet sich der Blick auf die Zukunft der LGBTIQ+-Rechte. Haben diese weiter Bestand? .
Warnung von Klaus Wowereit

Sorge um gesellschaftliches Klima

25 Jahre nach seinem berühmten Coming-Out blickt Klaus Wowereit mit Sorge auf die Entwicklung der Akzeptanz von Lesben und Schwulen in Deutschland.
Wandel in Ungarn

Mehrheit für LGBTIQ+-Rechte

Eine Mehrheit der Ungarn spricht sich laut einer neuen Umfrage für die Abschaffung von Gesetzen aus, die die Rechte von LGBTIQ+-Menschen einschränken.
Türkei im Kampf gegen LGBTIQ+

Dritter Anlauf für Hass-Gesetzpaket

Im dritten Anlauf will die Türkei im Juni das geplante Anti-LGBTIQ+-Gesetzpaket durchs Parlament bringen, dass queere Existenz kriminalisieren soll.