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Historischer AfD-Zuwachs in MV
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37 Prozent Zustimmung Historischer AfD-Zuwachs in MV: Umfrage belegt Rechtsruck

mr - 19.02.2026 - 17:30 Uhr
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Sieben Monate vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern sorgt eine neue Forsa-Umfrage für Aufsehen: Die AfD erreicht mit 37 Prozent einen historischen Höchststand und führt damit mit großem Vorsprung vor allen anderen Parteien.

 

Starke Verschiebungen in der Parteienlandschaft

Die Umfrage, durchgeführt im Auftrag der „Ostsee-Zeitung“, weist für die Partei um Landeschef Leif-Erik Holm einen beachtlichen Zuwachs aus. Damit liegt die AfD weit vor der SPD, die nur auf 23 Prozent kommt. Die CDU stagniert bei 13 Prozent. Für die Linke ergibt die Erhebung 11 Prozent. Besonders bemerkenswert: Die Grünen und die FDP rutschen mit vier beziehungsweise zwei Prozent jeweils unter die Fünf-Prozent-Hürde und müssten damit den Landtag verlassen. Das erstarkte Bündnis Sahra Wagenknecht hätte mit exakt fünf Prozent den Einzug nur knapp geschafft.

 

Politisches Klima in Mecklenburg-Vorpommern

Die Ergebnisse spiegeln einen deutlichen Rechtsruck in dem nordöstlichen Bundesland wider. Nach der letzten Landtagswahl 2021 war die SPD dank 39,6 Prozent noch dominierende Kraft, während die AfD nur auf 16,7 Prozent kam. Innerhalb weniger Jahre hat sich das Stimmungsbild dramatisch verändert, was ein landesweites Trendphänomen bestätigt. Nach aktuellen Daten des Bundesamts für Verfassungsschutz gilt die AfD in mehreren Bundesländern als rechtsextremer Verdachtsfall. Aktuelle Zahlen aus Sachsen und Thüringen zeigen, dass die Partei auch dort in Umfragen teils weit über 30 Prozent liegt.

Politikwissenschaftlerinnen und Politikwissenschaftler führen die Entwicklung auf eine Kombination aus Unzufriedenheit mit der Bundesregierung, wirtschaftlicher Unsicherheit und anhaltender Protestbereitschaft zurück. Besonders in Ostdeutschland können etablierte Parteien ihre traditionelle Bindungsstärke unter den Wählerinnen und Wählern kaum noch halten.

 

Herausforderungen für die Demokratie

Dass die AfD landesweit auf Rekordwerte kommt, verunsichert viele Demokratinnen und Demokraten. Die Landesregierung unter Ministerpräsidentin Manuela Schwesig sieht sich gefordert, das Vertrauen in politische Institutionen zu stärken. „Wir müssen den Dialog suchen, Ängste ernst nehmen und Lösungen bieten“, forderte ein Sprecher des Innenministeriums. Gleichzeitig warnt die Landeszentrale für politische Bildung vor der Gefahr, dass demokratische Werte und Minderheitenschutz auf dem Spiel stehen.

 

Blick nach vorn – Landtagswahl im Fokus

Die Umfrage gibt einen Momentaufnahme wieder, tatsächliche Mehrheiten stehen aber noch aus. Bis zum Wahltag am 20. September könnten sich die Zahlen nochmals verschieben. Die Entwicklungen zeigen: Die Auseinandersetzung um die politische Zukunft Mecklenburg-Vorpommerns ist längst entbrannt.

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