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Anschlag auf Böse Buben Berlin Glastür während Betrieb mit Pflasterstein zertrümmert

Von ms - 19.01.2026 - 07:50 Uhr
Anschlag auf Böse Buben Berlin
Foto: iStock / Reinhard Krull
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Angriff in Berlin: Der schwule Fetisch-Club der Bösen Buben am Sachsendamm in Schöneberg wurde während des laufenden Betriebs Ziel eines Anschlags von unbekannten Tätern. Am Wochenende in der Nacht auf Sonntag wurde die Glastür mit einem Pflasterstein zerschlagen, von dem oder den Tätern fehlt bisher jede Spur. Der Vorfall ereignete sich kurz vor Mitternacht gegen 23.30 Uhr. 

Homophobe Hass-Tat

Gäste und Betreiber wurden nicht verletzt, da die Innenseite der Tür mit einem schweren, blickdichten Vorhang verhängt ist – dieser fing den Stein und das zersplitterte Glas auf. Der Staatsschutz des Landeskriminalamts hat bereits die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung aufgenommen, die Beamten gehen demnach von einer homophob motivierten Tat aus. 

In den sozialen Medien zeigte sich sowohl die Queerbeauftragte der Bundesregierung, Sophie Koch, wie auch Berlins Queerbeauftragter Alfonso Pantisano erschüttert von dem Vorfall – letzter schrieb via Instagram: „Ich stehe in tiefer Solidarität mit den Betreibern und allen Gästen, die sich zur Tatzeit in den Raume befanden. Wir sagen es immer wieder: Queere Räume sind kein Freiwild. Sie sind Orte der Begegnung, des Feierns, der Selbstentfaltung und des Respekts – und sie verdienen Schutz und Anerkennung. In den letzten Monaten gab es immer wieder Angriffe auf queere Bars und Institutionen in Berlin. Es ist leider ein alarmierender Trend, der zeigt, dass queerfeindliche Gewalt in unserer Stadt ernsthaft zunimmt. Wir müssen dem entschieden entgegentreten.“

Gewalt wird immer rabiater 

Im Jahr 2025 hat die Berliner Polizei insgesamt 544 queerfeindliche Straftaten registriert, wobei rund 90 Prozent der Angriffe gar nicht erst zur Anzeige gebracht werden. Der Großteil der Opfer sind schwule und bisexuelle Männer. Die LGBTIQ+-Ansprechpartnerin bei der Berliner Polizei, Anne von Knoblauch, hat dazu gegenüber dem Berliner Tagesspiegel erklärt, dass die Gewalttaten immer brutaler werden. Die meisten Attacken geschehen dabei in Berlin Mitte sowie Tempelhof-Schöneberg, wo auch das Etablissement der Bösen Buben liegt.  

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