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Ex-NBA-Profi Charles Barkley
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Ex-NBA-Profi Charles Barkley „Wir leben in einer homophoben Gesellschaft!“

ms - 18.05.2026 - 14:30 Uhr
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Der frühere NBA-Profi Charles Barkley hat Homophobie im Leistungssport kritisiert und sich deutlich zur Situation homosexueller Athleten geäußert. In der TV-Sendung „NBA Tip-Off“ sprach Barkley über den verstorbenen schwulen Basketballspieler Jason Collins und die gesellschaftliche Wahrnehmung offen homosexueller Sportler.

Das Wichtigste im Überblick

  • Ex-NBA-Star Charles Barkley spricht über Homophobie im Profisport
  • Anlass war der Tod des früheren NBA-Spielers Jason Collins
  • Barkley bezeichnet Collins als „Wegbereiter“ für offen homosexuelle Athleten
  • „Wir leben in einer homophoben Gesellschaft“, sagte Barkley in einer TV-Sendung
  • Collins war der erste offen schwule Spieler in einer der vier großen nordamerikanischen Profiligen

Würdigung von Collins

Jason Collins war am 12. Mai im Alter von 47 Jahren gestorben. Er galt als erster offen homosexueller Spieler der NBA und als erster öffentlich schwuler Athlet in einer der vier großen nordamerikanischen Profiligen. Barkley würdigte Collins als „Wegbereiter“. Der frühere Spieler und heutige Kommentator Kenny Smith erklärte mit Blick auf Collins’ Coming-Out vor 13 Jahren: „Vor 13 Jahren war das eine große Sache. Dass es heute manchmal nicht mehr ganz so groß wirkt, liegt an Menschen wie ihm.“

Daraufhin betonte Charles Barkley, dass ein Coming-Out im Profisport weiterhin große Bedeutung habe. „Wir leben in einer homophoben Gesellschaft“, sagte Barkley. „Jeder, der glaubt, dass wir nicht jede Menge schwule Spieler in allen Sportarten haben, ist einfach dumm.“ Zudem erklärte er: „Es gibt so viel Feindseligkeit gegenüber der homosexuellen Community.“ Auch Moderator Ernie Johnson erinnerte an die öffentliche Wirkung Collins’. Dieser habe seine Bekanntheit genutzt, um Menschen zu zeigen, „dass man nicht im Schatten leben muss“. Johnson zitierte Collins zudem mit den Worten: „Dein Leben ist so viel besser, wenn du einfach als dein wahres Selbst auftrittst.“

Karriere und Erkrankung

Jason Collins begann seine NBA-Karriere 2001 bei den New Jersey Nets. Später spielte er unter anderem für Teams aus Memphis, Minnesota, Atlanta, Boston und Washington. Nach dem Umzug der Franchise kehrte er zu den Brooklyn Nets zurück. 2014 unterschrieb Collins nach seinem öffentlichen Coming-Out erneut bei den Nets und schrieb damit Sportgeschichte. Im selben Jahr beendete er seine Karriere.

Im vergangenen September machte Collins öffentlich, dass bei ihm Hirnkrebs diagnostiziert worden war. Wenige Monate später teilte er mit, dass die Krankheit zu einem Glioblastom im Stadium 4 fortgeschritten sei. Seine Familie erklärte nach seinem Tod: „Wir sind untröstlich, mitteilen zu müssen, dass Jason Collins, unser geliebter Ehemann, Sohn, Bruder und Onkel, nach einem tapferen Kampf gegen das Glioblastom gestorben ist.“ Weiter hieß es: „Jason hat das Leben vieler Menschen auf unerwartete Weise verändert und war eine Inspiration für alle, die ihn kannten oder ihn aus der Ferne bewunderten.“ Die Familie dankte zudem für die Unterstützung der vergangenen Monate und erklärte: „Unsere Familie wird ihn sehr vermissen.“

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