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Aufregung um britischen Politiker
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Wirbel um britischen Politiker Rechtskonservativ und schwuler Pornodarsteller

ms - 18.05.2026 - 15:00 Uhr
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Der neu gewählte britische Reform-UK-Ratsherr Stephen Mousdell ist nach einer Woche im Amt jetzt zurückgetreten, nachdem landesweit öffentlich wurde, dass er als schwuler Pornodarsteller unter dem Namen „Lachlan Taylor“ aktiv ist. Mousdell war als Gemeinderatsmitglied in Haydock bei Liverpool gewählt worden.

Das Wichtigste im Überblick

  • Reform-UK-Ratsherr Stephen Mousdell tritt zurück, nachdem bekannt wurde, dass er als schwuler Pornodarsteller unter dem Namen „Lachlan Taylor UK“ auf OnlyFans aktiv ist. 
  • Mousdell betont, dass er kein Gesetz gebrochen habe und stolz auf seine Arbeit sei. 
  • Reform UK verteidigt ihn: „Was einvernehmliche Erwachsene privat tun, geht niemanden etwas an“ 
  • Mousdell erhielt zuvor den Good-Citizen-Award der Stadt St Helens. 

Rücktritt nach medialem Druck 

Die auf OnlyFans veröffentlichten Videos zeigen Mousdell in sexuellen Handlungen, teilweise in der Öffentlichkeit. Er selbst bezeichnete sich als „schwulen Pornostar und DJ“ und veröffentlichte explizite Inhalte, oft gemeinsam mit seinem Partner. Obwohl er ein Pseudonym nutzte, unternahm Mousdell offenbar keine großen Anstrengungen, seine Identität zu verbergen. wie er auch gegenüber LBC betonte: „Wir waren immer transparent und nicht beschämt über das, was wir tun. Wir haben Vollzeitjobs und betreiben unsere Erwachsenenberufe unter Einhaltung aller EU- und UK-Gesetze. Wir haben nie Gesetze gebrochen oder Streitigkeiten verursacht.“ Trotzdem wurde der Fall binnen kurzer Zeit zum medialen Skandal und sorgte landesweit für Schlagzeilen. 

Mousdell ergänzte daher: „Mit aufrichtigem Bedauern trete ich als Reform-Ratsmitglied für Haydock zurück. Dies geschieht aufgrund des immensen Drucks durch Medien, bestimmter Personen im Rathaus sowie anderer Parteien und Individuen, die nicht gewählt wurden, aber einen Interessenkonflikt zwischen öffentlicher Funktion und Erwachsenenberuf sehen. Mir wurde gesagt, ich solle mich entschuldigen und aufhören, was ich tue, wenn ich Ratsmitglied bleiben möchte, aber ich habe abgelehnt, weil ich nichts falsch gemacht habe.“ Mousdell dankte Reform UK für die „großartige Gelegenheit“ und lobte die Kollegen unabhängig von ihrer Partei als „wunderbare Menschen, die vollen Respekt verdienen“ und betonte abschließend: „Ich bin, wer ich bin. Ich bin stolz auf das, was ich tue. Dafür muss man sich nicht schämen und ich bin stolz darauf, ein schwuler Mensch in dieser Gemeinschaft zu sein. Es ist schade, dass mein Beruf nicht zu den Standards passt, um Ratsmitglied im Rathaus von St Helens zu sein.“

Partei steht hinter Pornodarsteller 

Mousdell vertrat Reform UK, eine rechtspopulistische Partei unter Führung des Brexit-Vorkämpfers Nigel Farage. Die Partei ist für ihre strikte Anti-Einwanderungs- und „Anti-Woke“-Politik bekannt und wird häufig als LGBTIQ+-feindlich wahrgenommen. Einige von Reform UK geführte Gemeinderäte hatten in der Vergangenheit beispielsweise das Hissen der Pride-Flagge an öffentlichen Gebäuden verboten – was Mousdells Position innerhalb der Partei besonders bemerkenswert machte. Ein Sprecher der rechtskonservativen Partei Reform UK erklärte jetzt: „Obwohl Mousdells Lebensstil nicht jedermanns Geschmack ist, hat er kein Gesetz gebrochen. Was einvernehmliche Erwachsene privat tun, ist ihre Angelegenheit. Die Wähler waren Wochen vor der Wahl über seinen Lebensstil informiert und entschieden sich dennoch, Stephen zu wählen. Mousdell ist ein Gewinn für seine Gemeinde und erhielt den St Helens Mayor’s Good Citizen Award für seine Verdienste.“

Der Vorfall wirft Fragen nach Privatsphäre, öffentlicher Kontrolle und der oft schwierigen Position homosexueller Menschen innerhalb rechter politischer Bewegungen auf. Auch wenn seine politische Zugehörigkeit für viele in der LGBTIQ+-Community kontrovers sein dürfte, steht inzwischen vor allem Mousdells kompromisslose Haltung zu seiner Identität und seinem Beruf im Mittelpunkt der Debatte.

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