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Eiskunstläuferin Amber Glenn Queere Sportlerin schreibt Geschichte

Von ms - 15.01.2026 - 10:30 Uhr
Eiskunstläuferin Amber Lenn
Foto: IMAGO / Imagn Images
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Die pansexuelle Eiskunstläuferin Amber Glenn hat bei den US-amerikanischen Eiskunstlauf-Meisterschaften der Frauen 2026 Geschichte geschrieben. Die 26-jährige Amerikanerin sicherte sich nicht nur den Titel, sondern erzielte auch eine rekordverdächtige Punktzahl von 83,05, die ihr möglicherweise einen Platz im US-Olympiateam verschaffen könnte.

Vorbild für die queere Community 

Nach ihrem historischen Sieg war Glenn sichtlich emotional, als sie mit einer Standing Ovation bedacht wurde. „Ich wusste, dass ich hierher gekommen bin, um meinen Job zu machen“, sagte Glenn laut AP News. „Und ich war froh zu sehen, dass die Punktzahlen steigen, die Punktzahlen gut waren und ich sie weiter nach oben bringen konnte. Ich fühlte eine Verantwortung, es immer besser und besser zu machen.“

Glenn, die den Titel bereits in den beiden Vorjahren verteidigte, hat eine außergewöhnliche Karriere hingelegt. Im vergangenen Jahr gewann sie als erste offen queer lebende Frau die US-Meisterschaften. Ende 2024 sicherte sie sich ihren ersten Grand-Prix-Final-Titel und erzielte die höchste Punktzahl, die je eine amerikanische Frau im Kurzprogramm erreicht hat.

Auf zu neuen Rekorden 

Es ist inzwischen 20 Jahre her, dass eine amerikanische Frau eine olympische Medaille im Eiskunstlauf gewann. Doch Glenn hat die Chance, dies bei den Olympischen Spielen in Mailand im nächsten Monat zu ändern. Sollte sie sich qualifizieren, würde sie die älteste US-amerikanische Eiskunstläuferin im Einzel der Frauen seit fast einem Jahrhundert werden und die erste offen queer lebende Frau im US-Olympiateam.

Glenn hatte sich 2019 in einem Interview mit dem Dallas Voice geoutet, nachdem sie die amerikanische Eistänzerin Karina Manta gehört hatte, die ihre Bisexualität öffentlich gemacht hatte. „Ich habe nicht erwartet, dass es so eine Welle schlägt“, sagte sie damals. „Aber ich bin dankbar, dass sie meine Botschaft verbreitet haben. Ich konnte viele Menschen vertreten, die im Eiskunstlauf sind, besonders queere Frauen.“

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