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Conor McDermott-Mostowy Schwuler US-Eisschnellläufer tritt bei Olympia in Mailand an

Von ms - 06.01.2026 - 12:30 Uhr
Conor McDermott-Mostowy
Foto: IMAGO / Goal Sports Images
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Der schwule US-Eisschnellläufer Conor McDermott-Mostowy hat sich erstmals für die Olympischen Winterspiele im Februar in Italien qualifiziert. Der 23-Jährige sicherte sich seinen Startplatz für die Spiele in Mailand mit einem Sieg über 1.000 Meter bei den US-Olympia-Trials.

Comeback nach Niederlage 

McDermott-Mostowy war im Finale der schnellste Läufer und erhielt damit die automatische Qualifikation. Der US-Verband bestätigte den Erfolg auf Instagram mit den Worten: „Mission erfüllt. Conor ist auf dem Weg zu seinen ersten Olympischen Spielen.“ Der Erfolg kam überraschend, da Favorit Jordan Stolz nach einem Stolperer während des Rennens nur den dritten Platz belegte. Stolz hatte sich bereits zuvor durch frühere Ergebnisse einen Platz für die Spiele in Mailand gesichert.

Für McDermott-Mostowy bedeutet die Qualifikation einen wichtigen Wendepunkt in seiner Karriere. Die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2022 hatte er nur knapp verpasst, nachdem er in der entscheidenden Phase der Qualifikation erkrankt war. Zu diesem Zeitpunkt erwog er sogar, seine sportliche Laufbahn ganz zu beenden. Stattdessen entschied er sich für einen Neustart, kehrte in den Wettkampfbetrieb zurück und arbeitete über den folgenden vierjährigen Olympia-Zyklus an seiner Form. Diese Entscheidung hat sich nun ausgezahlt.

LGBTIQ+-Athleten bei Olympia 

In der laufenden Saison gewann McDermott-Mostowy bei den US-Meisterschaften bereits eine Silber- und eine Bronzemedaille. Zudem hat er weiterhin Chancen auf zusätzliche Startplätze für die Olympischen Spiele, unter anderem über 500 und 1.500 Meter sowie in möglichen Staffelwettbewerben. 

Ebenfalls für Mailand qualifiziert ist die lesbische Sportlerin Brittany Bowe, die an ihren vierten Olympischen Winterspielen teilnehmen wird. Sie belegte im 1.000-Meter-Rennen der Frauen den zweiten Platz hinter Erin Jackson. Bowe erklärte, dass die Winterspiele 2026 ihr letzter Olympia-Auftritt sein werden. In ihrer Karriere gewann sie bereits zwei olympische Bronzemedaillen. McDermott-Mostowy und Bowe zählen damit zu einer wachsenden Zahl von LGBTIQ+-Athletinnen und -Athleten, die bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand für ihre Länder an den Start gehen werden.

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