Direkt zum Inhalt
Klage gegen US-Influencerin

Klage gegen US-Influencerin Der französische Präsident Macron und seine Frau haben eine Verleumdungsklage gegen eine US-Bloggerin eingereicht

ms - 24.07.2025 - 11:00 Uhr
Loading audio player...

Der französische Präsident Emmanuel Macron (47) und seine Ehefrau Brigitte Macron (72) haben beim Obersten Gerichtshof von Delaware eine Verleumdungsklage gegen die rechtsgerichtete Influencerin und Bloggerin Candace Owens eingereicht. Der Vorwurf: Sie führe eine „Kampagne der weltweiten Demütigung”, weil sie behauptet, Frankreichs First Lady sei eine trans* Frau.

Klage auf Schadensersatz

Zudem erklärte sie online weiter, dass Macron Teil eines CIA-Experiments zur Bewusstseinskontrolle sei. In ihrer 218-seitigen langen Klage führt das prominente Ehepaar weiter aus, dass Owens ihre Social-Media-Plattformen und ihren Podcast dazu nutzen würde, aus Profitgier „wissentlich falsche, transphobe Verschwörungstheorien“ zu verbreiten. Die Macrons fordern Schadenersatz und Strafschadenersatz und haben laut Reuters auch ein Schwurgerichtsverfahren beantragt.

Verschwörungstheorien für Millionen 

In ihrer achtteiligen YouTube-Serie „Becoming Brigitte“ hatte Owens mehrfach behauptet, Brigitte Macron sei bei ihrer Geburt unter dem Namen Jean-Michel Trogneux, dem Namen ihres tatsächlichen Bruders, als männlich registriert worden. „Jedes Mal, wenn die Macrons ihr Zuhause verlassen, tun sie dies in dem Wissen, dass unzählige Menschen diese abscheulichen Lügen gehört haben und viele daran glauben“, so die Klageschrift weiter. Das Verhalten von Owens sei „aufdringlich, entmenschlichend und zutiefst ungerecht.“ 

Über 2,3 Millionen Menschen haben die Videoreihe über die Macrons online bisher gesehen. „Angesichts dieser unerbittlichen und ungerechtfertigten Verleumdungskampagne bleibt den Macrons keine andere Wahl, als vor diesem Gericht Rechtshilfe zu suchen, um die Dinge richtigzustellen, weiteren Schaden zu verhindern und die Beklagten für ihr Verhalten zur Verantwortung zu ziehen“, heißt es in der Klage weiter. Der Anwalt der Präsidentenfamilie, Thomas Clare, erklärte gegenüber FT, dass die Macrons auch bereit seien, nach Delaware zu reisen, um auszusagen. „Sie glauben, dass es wichtig ist, für sich selbst einzustehen. Owens hatte mehrfach die Gelegenheit, das Richtige zu tun, und stattdessen hat sie sie nur verspottet.“

Influencerin hetzt weiter

Die Angeklagte selbst reagierte bisher gelassen, auch mehrere Unterlassungsaufforderungen hatte sie zuvor konsequent ignoriert. Für Brigitte Macron ist es nicht der erste Rechtsstreit wegen falscher Behauptungen. Im September letzten Jahres sprach ihr ein französisches Gericht rund 9.000 US-Dollar Schadenersatz zu, nachdem auch hier Verschwörungstheoretiker behauptet hatten, die First Lady sei trans*. Die Gerüchte um das Paar halten sich seit Jahren hartnäckig, immer wieder wird behauptet, Macron sei schwul, er führe eine Scheinehe und seine Frau sei als Mann geboren worden. Beweise dafür gibt es bis heute nicht. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Er sei besser als Donald Trump

Ex-CNN-Moderator ins Weiße Haus?

Don Lemon hat erstmals öffentlich darüber gesprochen, sich vorstellen zu können, als erster offen schwuler US-Präsident zu kandidieren.
25 Jahren nicht in Deutschland

Entscheidung fällt im Oktober

Dresden steht vor der Ausrichtung des Europride 2029, Deutschland wäre nach 25 Jahren wieder Ausrichter.
Urteil gegen Jacques Tilly

102 Monate Haft für Karnevalsbauer

Ein Gericht in Moskau hat den Karnevalswagenbauer Jacques Tilly in Abwesenheit zu acht Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.
Diskriminierung bei Gesundheit

RKI legt neue Studiendaten vor

Eine neue Studie des RKI zeigt auf, dass queere Menschen nach wie vor im deutschen Gesundheitsbereich besonders oft Diskriminierung erleben.
Überraschung bei US-Studie

Mehrheit für trans* Community

Die Mehrheit der US-Amerikaner unterstützt die trans* Community, offenbart nun eine neue Studie der queeren Human Rights Campaign.
Bundesweite Segnung für alle

Forderung des LSBT+ Komitees

Etwas mehr als die Hälfe der Bistümer segnet bisher homosexuelle Paare. Zu wenig, stellt jetzt das Katholische LSBT+ Komitee klar.
Brutale Attacke in Spanien

Angriff auf Miss Trans Zamora

Eine Gruppe junger Frauen hat in einem Club im Nordwesten Spaniens eine junge trans* Frau und Titelträgerin von Miss Trans Zamora zusammengeschlagen.