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Die Macht der Hardliner
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Die Macht der Hardliner Amnesty International schlägt Alarm: Die Finanzmittel von britischen Anti-LGBTIQ+-Gruppen sind massiv angestiegen

ms - 15.07.2025 - 14:00 Uhr
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Seit 2018 kämpft die britische Community um ein Verbot der Konversionstherapien, bisher erfolglos. Zuletzt wurde Kritik an der neuen Labour-Regierung laut, die nach einem Jahr im Amt auch keine Schritte diesbezüglich unternommen hat. Beinahe jeder dritte LGBTIQ+-Mensch auf der Insel erlebte bereits die unseriösen „Heilungsversuche“, die die UN mit Folter gleichsetzt. Nun legte Amnesty International seinen neusten Bericht vor: Die Menschenrechtsorganisation verzeichnet einen massiven Anstieg bei der Finanzierung solcher Umpolungs-Therapien.

123 Millionen Euro für „Umpolungen“

Mehr denn je wird demnach in Großbritannien vor allem im christlichen Umfeld versucht, in erster Linie Schwule und Lesben von ihrer „sexuellen Verwirrung“ zur Heterosexualität zu bekehren – allen wissenschaftlichen Fakten zum Trotz. Amnesty untersuchte dabei die zwölf größten Gruppen und Vereine, die eine solche Praxis anbieten. Ihr finanzielles Volumen wuchs binnen eines Jahres um 165 Prozent.

Insgesamt gibt es aktuell mindestens 65 Organisationen im Vereinigten Königreich, die bis heute Konversionstherapien anbieten. Viele der Gruppen sind als Wohltätigkeitsorganisationen registriert und haben in den letzten Jahren ebenso ein rasantes finanzielles Wachstum verzeichnet. Zwischen 2019 und 2023 haben diese Vereine zusammen umgerechnet rund 123 Millionen Euro dafür ausgegeben – ein Anstieg um 33 Prozent. Einzelne Organisationen bekommen Gelder von Mutterunternehmen in den USA, die meisten gehen indes zurück auf ultrakonservative, christliche Interessengruppen. 

Angriff auf die Grundrechte von LGBTIQ+

„Diese Gruppen setzen Fehlinformationen als Waffe ein, schüren moralische Panik über Abtreibungsbehandlungen und LGBTIQ+-Personen und nutzen bestehende Vorurteile aus, um Spaltungen zu säen und uns von den wirklich wichtigen Themen abzulenken. Die wachsende Anti-LGBTIQ+-Bewegung im Vereinigten Königreich, die durch die Ereignisse in den USA ermutigt wird und immer besser finanziert ist, zielt auf die Rechte von LGBTIQ+-Personen ab. Ihr Ziel ist es, unsere hart erkämpften Rechte zurückzudrängen, den Gleichstellungsschutz zu untergraben und die Regeln dafür, wer Würde und Freiheit verdient, neu zu schreiben“, so die eindringliche Warnung von Amnesty International. 

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