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Neonazis beim CSD Dresden Pride-Parade blieb trotz Aufmarsch rechtsextremer Gruppen friedlich - erster Auftritt der neuen Queer-Beauftragten

Von ms - 02.06.2025 - 10:00 Uhr
Neonazis beim CSD Dresden
Foto: IMAGO / ZUMA Press Wire
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Beim CSD Dresden am vergangenen Wochenende kam es zum Aufmarsch von rund 150 Neonazis – verletzt wurde niemand. Die Pride Parade war zugleich auch der erste Auftritt der neuen Queer-Beauftragten der Bundesregierung, Sophie Koch (SPD). 

Linke und rechte Demonstranten 

Rund 10.000 Pride-Teilnehmer zählten die Veranstalter am Samstag, nach Angaben der Polizei kam es zu keinen schwerwiegenden Auseinandersetzungen. Rund 150 Rechtsextremisten einer Neonazi-Jugendorganisation versuchten allerdings mehrfach, den CSD zu stören – die Polizei konnte die zumeist jungen Männer mehrfach dabei stoppen. Nach Angaben der Polizei befanden sich auch Kinder unter den Extremisten; immer wieder wurden auch verbotene Parolen geschrien. Mehrfach wurden darüber hinaus anderweitig Straftaten festgestellt, beispielsweise trugen fünf Personen verbotene Runen-Symbole an ihren Gürtelschnallen. Linke Demonstranten stellten sich mit einer Blockade und dem Einsatz von Pyrotechnik den Rechtsextremisten in den Weg. Die Polizei hielt beide Gruppen auf Abstand, verletzt wurde nach bisherigem Stand niemand. Gegen die Tatverdächtigen wurden Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet.

Erste Rede der neuen Queer-Beauftragten

Für die neue Queer-Beauftragte Sophie Koch (SPD) war dies ihr erster öffentlicher Auftritt in ihrem neuen Amt. Auf der Bühne des Straßenfestes beteuerte sie erneut nach dem Ende der Demonstration: „Ich verstehe mich als eure Anwältin für unsere Belange in der Bundesregierung.“ Zudem betonte sie, dass die Ernennung einer queeren Frau aus Sachsen ein wichtiges Signal sei: „Ich weiß, was es bedeutet, hier die Regenbogenflagge hochzuhalten – auch außerhalb von Dresden und Leipzig. Es geht nicht nur ums Feiern, sondern um Sichtbarkeit und den Kampf gegen Diskriminierung. Wir erleben mehr Anfeindungen – und ich werde jederzeit das Wort erheben, wenn unsere Community angegriffen wird.“ 

Abschließend bedankte sie sich bei ihrem Vorgänger Sven Lehmann, dem allerersten Queer-Beauftragten einer deutschen Bundesregierung: „Ich danke Sven Lehmann für seine Arbeit.  Ich werde in den Austausch mit der Community treten und im politischen Berlin Gespräche suchen. Mein Ziel: Brücken bauen für mehr Akzeptanz. Mit dem Heim-CSD in Dresden startet für mich die schönste Zeit des Jahres, die CSD-Saison. Ich freue mich auf viele Begegnungen. Happy Pride!“

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