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Aktion queerer Flüchtlinge

Aktion queerer Flüchtlinge "Pride bedeutet Schutz, nicht Abschiebung!"

ms - 19.03.2026 - 12:30 Uhr
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Eine Gruppe von queeren Flüchtlingen hat sich jetzt unter dem Motto  „Pride bedeutet Schutz, nicht Abschiebung“ zu einer Kampagne zusammengeschlossen, um stärker auf die problematischen und mitunter schwierigen Lebensrealitäten von LGBTIQ+-Asylsuchenden in Deutschland aufmerksam zu machen und zu einem stärkeren, solidarischen Handeln zu appellieren. 

Feindseligkeit und Bedrohung

„Wir sind queere Asylsuchende und Geflüchtete in Deutschland. Wir erleben zunehmend Feindseligkeit, Diskriminierung und die Bedrohung durch Abschiebung. Die aktuelle Behandlung im Asylsystem – zusammen mit den bevorstehenden Reformen des sogenannten Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS), die beschleunigte Grenzverfahren, haftähnliche Bedingungen und eingeschränkte faire Anhörungen vorsehen – macht es noch schwieriger, Schutz zu erhalten“, so Suru Emmanuel, einer der beiden Botschafter der Kampagne. 

Dabei bekräftigt Emmanuel zudem: „Viele von uns sollen in unsere Herkunftsländer abgeschoben werden, wo wir aufgrund unserer Sexualität oder Geschlechtsidentität gravierender Verfolgung ausgesetzt sind, darunter der Selbstjustiz, der sogenannten ´Mob Justice´, und Folter, Inhaftierung und sogar der Todesstrafe.“ Gezielt richtet sich die Aktion deswegen auch an die queere Community und ihre Verbündeten, um sich stärker solidarisch zu zeigen und auf die Problematik verstärkt aufmerksam zu machen

Sichtbarkeit beim CSD

Zweiter Botschafter der Aktion ist Wasajja Shadic, der überdies betont: „Schließ’ dich uns an! Erhebe deine Stimme. Mach einen Unterschied. Werde aktiv! Steh an der Seite queerer Geflüchteter! Deine Unterstützung macht einen Unterschied.“ Aktuell ist deswegen auch geplant, mit einem eigenen Wagen beim CSD in München präsent zu sein, aktuell werden Spenden dafür gesammelt. „Pride bedeutet Schutz, nicht Abschiebung. Pride ist für alle, unabhängig von der Herkunft. Der CSD ist ein Fest queeren Stolzes. Es geht um Vielfalt, Liebe und Zusammenhalt. Doch der CSD ist auch Protest. Seit seinen Anfängen erinnert er uns daran, dass Freiheit und Gleichberechtigung immer wieder neu erkämpft werden müssen“, so die beiden Männer abschließend. Unterstützt wird die Kampagne von der Flüchtlingsberatung des Schwul-Queeren Zentrums Sub sowie der Initiative Rainbow Refugees Munich.

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