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Ist Emmanuel Macron schwul? Rechte russische Kreise streuen Falschmeldungen über die Sexualität des Staatspräsidenten

Von ms - 25.04.2024 - 12:00 Uhr
Ist Emmanuel Macron schwul?
Foto: IMAGO / ABACAPRESS
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Ist der französische Staatspräsident Emmanuel Macron schwul? Mehrfach wurde in den letzten Wochen in Frankreich dieses und ähnliche Gerüchte erneut massiv gestreut, offensichtlich, um dem 46-jährigen Politiker zu schaden. Die Verschwörungstheorien nehmen dabei von Woche zu Woche an Absurdität weiter zu. Macron selbst geht nun erstmals zum Gegenangriff über. 

Macron schwul, seine Frau trans? 

Zuletzt kursierte die Erklärung, Macrons Ehefrau Brigitte sei eigentlich ein Mann. Konkret wurde Brigitte Macron vorgeworfen, sie sei heimlich trans und biologisch daher männlich. Ergo müsse der Staatspräsident homosexuell sein, so die absurde Logik weiter. Zuvor war mehrfach außerdem das Gerücht gestreut worden, Macron habe auch eine heimliche Liaison mit dem Intendanten von Radio-France sowie mit einem seiner Bodyguards. Die angebliche Transsexualität von Brigitte Macron tauchten dabei erstmals bereits 2022 auf. 

Passend dazu hatte auch Ex-Präsident Nicolas Sarkozy erklärt, Emmanuel Macron habe eben etwas „Androgynes“ an sich. Dem nicht genug, wurde zuletzt immer wieder auch in den Medien gemunkelt, der Ex-Rothschild-Banker bleibe der jüdischen Bankerfamilie auf ewig verpflichtet und sei sozusagen nur ein Handlanger des Bankimperiums. 

Kampf gegen Fake News

Bisher schwieg Macron zu all den Anschuldigungen, explizit auch zu seiner vermeintlich unterstellten Homosexualität. Nun wolle er zum Schutz seiner Familie nicht mehr länger schweigen, erklärte der 46-Jährige. Ab sofort gehe er gegen die „Spinner“ gerichtlich vor.

Bereits im Juni soll es nun zu einem ersten Prozess kommen, im Zentrum stehen die Gerüchte um Brigitte Macrons angebliche Transsexualität. In die Welt gesetzt worden sollen die Gerüchte dabei von einer französischen Journalistin sowie einer amerikanischen Trump-Anhängerin sein. Die Masche der beiden Damen ist indes nicht neu, wortgleiche Vorwürfe äußerten sie bereits gegen die ehemalige amerikanische First Lady Michelle Obama. 

Rechte Kreise und russische Fanatiker

Der französische Sozialforscher Laurent Cordonier betonte gegenüber dem TV-Sender France-Culture, hinter den massiven Gerüchten steckten schlussendlich zumeist rechtsextreme und russische Netzwerke und Fanatiker, die diese Fake News selbst lancieren oder zumindest äußerst dankbar medial weiterverbreiten. 

Immer wieder solle dabei die „Dekadenz der Welteliten“ zum Thema gemacht werden und dafür eigne sich eine vermeintliche Homo- oder Transsexualität besonders gut. Das Motto dabei: So dick auftragen wie irgend möglich, damit irgendetwas am Ende hängenbleibt. Aus Sicht der LGBTI*-Community ist ein Fakt dabei besonders traurig: Noch immer scheint es auch im Jahr 2024 möglich zu sein, nur aufgrund einer vermeintlichen Homosexualität oder Transsexualität einen politischen Skandal heraufzubeschwören. Sollten wir da nicht inzwischen längst weiter sein?

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