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Von Hardcore zum White House
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Von Hardcore zum Weißen Haus Queer-Kritiker Corey DeAngelis wird US-Bildungs-Berater

ms - 23.02.2026 - 13:00 Uhr
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Vom Tellerwäscher zum Millionär? In den USA geht das auch etwas anders: Vom schwulen Pornodarsteller zum US-Berater im Dunstkreis des Weißen Hauses: Die konservative US-Denkfabrik Heritage Foundation hat bekanntgegeben, dass sie Corey A. DeAngelis (35), einen prominenten rechten Bildungspolitik-Aktivisten und Kritiker von LGBTIQ+-Rechten, als wissenschaftlichen Mitarbeiter im Center for Education Policy eingestellt hat. Die Organisation ist ein einflussreicher, ultrakonservativer Think Tank mit guten Verbindungen ins Weiße Haus. Das Pikante: DeAngelis hatte zuvor in schwulen Pornofilmen mitgewirkt, wie 2024 bereits publik wurde. 

„Kulturelle Debatten“ in der Bildung

Die Stiftung teilte mit, DeAngelis werde sich auf die Förderung von „School Choice“, die Einschränkung der Macht von Lehrergewerkschaften sowie kulturelle Debatten über Rasse und Geschlecht im Bildungsbereich konzentrieren. Laut dem Daily Wire bezeichnete DeAngelis die Position als „eine große Ehre“ und lobte Heritage als „weltweit führenden konservativen Think Tank“. DeAngelis war zudem zuvor bereits als Mitwirkender bei Project 2025 gelistet, dem erzkonservativen Politikplan einiger Republikaner und Hardliner in den USA. 

Screenshots von Pornofilmen 

Im September 2024 hatte ein Blog Screenshots von DeAngelis aus Pornofilmen veröffentlicht. Im Oktober bestätigte der 35-Jährige dann selbst, dass die Videos, die unter dem Namen „Seth Rose“ kursieren, von ihm stammen und während seiner Collegezeit entstanden seien. Die Enthüllung führte zu seiner Entlassung bei der American Federation for Children, einer konservativen Bildungsorganisation. DeAngelis bezeichnete die Videos als Fehler aus seiner Vergangenheit und sprach von Cancel Culture. Er erklärte außerdem: „Wenn ich als junger Erwachsener in der College-Zeit zu schlechten Entscheidungen verleitet werden konnte, kann man sich vorstellen, wie viel schlimmer es für jüngere Menschen heute sein könnte.“ Kritiker indes bezeichneten sein Verhalten heute wie damals als heuchlerisch. 

Kritik von GLAAD

Sarah Kate Ellis, Präsidentin der queeren US-Organisation GLAAD, kritisierte DeAngelis scharf: „Corey DeAngelis ist eine weitere öffentliche Figur, deren Anti-LGBTIQ+-Extremismus ihn völlig ungeeignet macht, um Experte für Sicherheit und Bildung in Schulen zu sein. Die neuesten Nachrichten zeigen zudem seinen unbegründeten, heuchlerischen Versuch, daraus Profit zu schlagen und politische Punkte zu erzielen. DeAngelis ist ein Schausteller und Scharlatan.“ Ellis ergänzte: „Die echte Gefahr geht von denen aus, die ihn unterstützt haben, und von ihrem Project-2025-Plan für eine Regierungsübernahme, die das Bildungsministerium zerstören und die wachsende Sichtbarkeit und Akzeptanz von LGBTIQ+-Personen in der Gesellschaft ignorieren würde.“

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