Direkt zum Inhalt

Große Ehre in Hamburg Der beste LGBTI*-Spielfilm des Jahres kommt aus Pakistan

Von ms - 24.10.2023 - 13:00 Uhr
Große Ehre in Hamburg
Foto: HIQFF / Aileen Pinkert
ANZEIGE
Loading audio player...

Große Freude und Ehre in Hamburg – als bester Spielfilm des 34. International Queer Film Festivals wurde das Trans-Drama „Joyland“ aus Pakistan ausgezeichnet, dotiert mit 1.000 Euro Preisgeld. Insgesamt in vier  Publikumswettbewerben konkurrierten 49 Filme um die URSULA (Bester Kurzfilm), die GLOBOLA (Bester Spielfilm), die DOKULA (Beste Dokumentation) sowie in der Kategorie MADE IN GERMANY (Bester deutscher Kurzfilm).

Der große Gewinner: Joyland

In „Joyland“ von Regisseur Saim Sadiq wird die Geschichte einer patriarchal geprägten Familie aus Pakistan erzählt, deren Hoffnungen allesamt auf dem jüngsten Sohn als künftigen Stammhalter ruhen. Der junge Haider verliebt sich indes am Theater in die Trans-Tänzerin Biba und zwischen den beiden entspannt sich eine Liebesgeschichte, die auch innerhalb der pakistanischen Familie Dynamiken freisetzt. Bereits beim Filmfestival in Cannes wurde der Film gleich zweifach ausgezeichnet, neben der Queer Palm auch mit dem Preis der Jury (Sektion „Un Certain Regard“).

Der große Gewinner des Festivals: Das Trans-Drama "Joyland" aus Pakistan

Sexarbeiter und eine skurrile Nachbarschaft

Zu den weiteren Preisträgern gehört die US-Dokumentation „Kokomo City“, in der das Leben von vier schwarzen Trans-Sexarbeitern festgehalten wird, sowie der amerikanische Kurzfilm „Troy“ – eine humorvoll, leicht düstere und doch erfrischende Komödie über eine skurrile Nachbarschaft. In der Rubrik „Made in Germany“ gewann der 25-minütige Streifen „The Greatest Sin“, in dem die individuellen Lebensgeschichten von vier queeren Schwarzen porträtiert werden und dabei zudem der Frage nachgegangen wird, wie prägend das Aufwachsen in einem konservativen und religiösen Elternhaus ist.

Sechs Tage, 49 Filme in Hamburg

Sechs Tage lang waren vergangene Woche in der Hansestadt internationale LGBTI*-Filme in fünf Kinos gezeigt worden. Der Anklang beim Publikum war „wieder fulminant“, wie das Festivalteam festhielt; fast ein Drittel der 49 Filme waren ausverkauft. Das Hamburg International Queer Film Festival (bis 2021 Lesbisch Schwule Filmtage) wurde 1989 von homosexuellen Studenten der Universität Hamburg ins Leben gerufen und konnte sich inzwischen als eins der größten Filmereignisse in der Hansestadt etablieren. Gezeigt werden jedes Jahr im Schnitt rund fünfzig Spielfilme, Dokumentationen, Kurzfilme, Komödien und Dramen.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

WDRFast ausgestorben: Schwule Pinguine werden ElternDER STANDARDVerhetzungsprozess um "Dachau" und "Mauthausen" gegen lautstarken UneinsichtigenDie Presse„Vor Scham im Boden versinken“: Audi-Chef Döllner erntet harsche Kritik für Auftritt bei Trump-WahlkampfSüddeutsche ZeitungNews-Überblick: Das sind die Nachrichten des TagesAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Welche Rolle sollten politische Forderungen auf CSDs spielen?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Regenbogenbänke in ganz Berlin

Zeichen gegen Queerfeindlichkeit

Nach wiederholten Beschädigungen der Gedenkbank im Tiergarten wollen Berliner Kulturinstitutionen mit Regenbogenbänken Solidarität zeigen.
Viel Stoff, bequemer Halt

Schwule Jungs, lockere Hosen

Zum Tag der Boxershorts wird es luftig: Warum schwule Männer auf lockeren und besonders elastischen Stoff stehen und weshalb das mehr Erotik bedeutet.
Wünsche der Glee-Fans

Viel Liebe und neue Songs

Das „Glee“-Reboot sorgt für Vorfreude: Fans wünschen sich Hits von Chappell Roan, Troye Sivan und Sabrina Carpenter – samt chaotischer Geschichten.
Grusel trifft Glamour

Halloween wird schwul

Von Madonna bis „Heated Rivalry“: Diese Halloween-Kostüme bringen schwulen Glamour, viel nackte Haut und reichlich Selbstironie auf die Party.
Eine Frage der Größe

Doku sorgt für Debatten

Die Dokumentation „Manhood“ zeigt Männer, die für einen größeren Penis viel Geld ausgeben und sorgt damit aktuell für viele Debatten.
Abschied von Walter Koenig

Trauer um Star-Trek-Legende

Der „Star Trek“-Schauspieler Walter Koenig ist mit 90 Jahren gestorben. Für die Community bleibt seine Freundschaft mit George Takei in Erinnerung.
LGBTIQ+-Kino erobert Rom

Community-Filme feiern Erfolge

Das Filmfestival in Rom feiert einen starken Jahrgang des LGBTIQ+-Kinos. Gleich mehrere LGBTIQ-Filme sorgen international für Aufmerksamkeit.
Pflastersteine als Protest

25.000 Dollar für den Pride

Aus einem entfernten Regenbogen-Zebrastreifen in Miami Beach wird ein Zeichen des Widerstands: Eine Dragqueen sammelte damit Geld für Pride-Feste.
Mika Brunold auf Erfolgskurs

Coming-Out beflügelt Tennisprofi

Der Schweizer Tennisprofi Mika Brunold feiert mit 22 Jahren seinen Durchbruch. Sein Coming-Out hat ihm geholfen, selbstbewusster zu spielen.