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Vorwürfe gegen Pete Buttigieg
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Vorwürfe gegen Pete Buttigieg Politisches Motiv hinter Fake-Anzeige vermutet

ms - 01.07.2026 - 10:30 Uhr
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Der frühere US-Verkehrsminister Pete Buttigieg ist nach eigenen Angaben infolge einer anonymen Falschbeschuldigung vorübergehend von seinen vierjährigen Zwillingen getrennt worden. Die Behörden hätten zunächst auf Grundlage einer Meldung geprüft, ob von ihm eine Gefahr für die Kinder ausgehe. Die Vorwürfe erwiesen sich später als unbegründet.

Das Wichtigste im Überblick

  • Gegen Pete Buttigieg wurde anonym ein falscher Verdacht gemeldet.
  • Behörden untersagten ihm vorübergehend, mit seinen vierjährigen Zwillingen allein zu sein.
  • Die Kinder verbrachten eine Nacht bei ihren Großeltern.
  • Die Polizei geht nach eigenen Angaben von einer politisch motivierten Falschmeldung aus.
  • Buttigieg spricht von den „dunkelsten Stunden“ seines Lebens und kritisiert die zunehmende Verrohung der politischen Kultur.

Behörden leiteten Untersuchung ein

In einem Beitrag auf der Plattform Substack mit dem Titel „A Terrible Thing Happened to My Family“ schilderte Buttigieg die Ereignisse aus seiner Sicht. Er schrieb, er sei „wütend“, dass sich jemand entschieden habe, „unserer Familie in dieser Woche zu schaden“. Nach seinen Angaben erschienen vor wenigen Tagen ein Polizeibeamter sowie eine Mitarbeiterin des Jugendamts an seiner Haustür. „Sie erklärten, dass es eine Anschuldigung gegen mich gegeben habe und dass sie unsere vierjährigen Zwillinge betreffe.“

Er habe versucht, ruhig zu bleiben, sei jedoch „fassungslos und beunruhigt“ gewesen. Die Behörden hätten ihm mitgeteilt, dass er bis zu einer forensischen Befragung der Kinder nicht allein mit ihnen sein dürfe. Diese Nachricht habe ihm „den Magen umgedreht“. Die Zwillinge verbrachten die folgende Nacht bei ihren Großeltern. „Die 24 Stunden, bis sie zurückkehrten, gehören zu den dunkelsten Stunden meines Lebens“, schrieb Buttigieg. 

Im weiteren Verlauf der Ermittlungen habe sich herausgestellt, dass die Anschuldigungen vollständig haltlos gewesen seien. „Der Polizeibeamte machte deutlich, dass er von einem politisch motivierten Hintergrund ausging, und sagte, der Fall werde nicht an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Auch die forensische Befragung der Kinder durch speziell geschultes Personal habe keinerlei Anlass zu Bedenken gegeben.“ Die Polizei des Bundesstaates Michigan bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press, dass sie den Hinweis als falsch eingestuft habe.

Buttigieg kritisiert politische Verrohung

Der schwule Demokrat und mögliche künftige Präsidentschaftskandidat verglich den Vorfall mit früheren Erfahrungen aus seinem politischen Leben. „Im Laufe der Jahre wurde ich unzählige Male beschimpft, angeschrien, Ziel von Protesten, bedroht und ausgebuht“, schrieb er. „Ich habe politische Angriffe im Amt erlebt, Morddrohungen im öffentlichen Leben und Raketenangriffe im Krieg. Aber das ist das Hässlichste, was mir passiert ist, seit ich im öffentlichen Dienst tätig bin.“

Über die Zeit nach dem Abschluss der Ermittlungen schrieb Buttigieg: „Chasten und ich haben uns so fest umarmt wie seit dem Tag nicht mehr, an dem unser Sohn wenige Wochen nach der Adoption als schwer krankes Baby an lebenserhaltende Geräte angeschlossen werden musste.“ Mit Blick auf die politische Kultur in den USA erklärte der frühere Minister, diese gleiche inzwischen „eher einem Blutsport“.

Wut über Angriff auf seine Kinder

Obwohl die Vorwürfe rasch widerlegt worden seien, beschäftige ihn deren Folgen weiterhin. „Obwohl die Anschuldigung offensichtlich und absurd falsch war und von den Strafverfolgungsbehörden umgehend zurückgewiesen wurde, mache ich mir dennoch Sorgen über den Schaden, den sie angerichtet hat.“ Besonders belastend sei für ihn gewesen, dass seine Kinder in die Angelegenheit hineingezogen wurden. Sie hätten sich den Fragen zweier fremder Erwachsener stellen müssen. „Ich kann die Mischung aus Wut und Traurigkeit nicht beschreiben, die ich empfinde bei dem Gedanken, dass jemand unsere Kinder da hineingezogen hat. Sie sind vier Jahre alt. Vier. Sie wissen nicht und es interessiert sie nicht, was ein Demokrat oder ein Republikaner ist. Sie verstehen nichts von Politik. Sie wissen nichts über Hass … Um Gottes willen, sie sind einfach Kinder.“

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