Verbot von Heated Rivalry Zu schwul! Gläubige Russen gehen gegen kanadische Serie vor
Die russische orthodoxe christliche Organisation Sorok Sorokov hat in Russland rechtliche Schritte gegen die kanadische Fernsehserie „Heated Rivalry“ angekündigt, die derzeit überall Gesprächsthema ist und ab Februar auch in Deutschland verfügbar ist. Die Gruppe fordert ein Verbot der Serie auf russischen Streamingdiensten und will sich an die Generalstaatsanwaltschaft sowie die Medienaufsichtsbehörde Roskomnadzor wenden.
Vorwurf der „Sodomie“
Laut dem oppositionellen Newsportal Novaya Gazeta bezieht sich die Kritik auf die Darstellung der schwulen Beziehung, die im Zentrum der Geschichte steht – inklusive sehr freizügiger Sexszenen. „Heated Rivalry ist eine kanadische Serie, in der die Hauptfiguren offen Päderastie propagieren“, betonte daher auch Georgi Soldatow, Vorsitzender von Sorok Sorokov, gegenüber dem russischen Nachrichtenportal Abzats Media. Die sehr erfolgreiche Serie erzählt die Geschichte von zwei rivalisierenden Eishockeyspielern, von denen einer aus Russland stammt. Im Mittelpunkt der Handlung steht eine schwule Liebesgeschichte.
„Unnatürliche Ausschweifungen“
„Die Serie ist voll von Szenen der Sodomie. Russland hat bereits eine höhere Sterblichkeitsrate als Geburtenrate und trotzdem zeigen wir unserer Jugend Propaganda von unnatürlicher Ausschweifung“, so der gläubige Russe weiter. Viele tausend Russen streamen derzeit die Mini-Serie illegal oder über ausländische Anbieter und verteilen Bestnoten für das Format.
Soldatow fordert daher nicht nur die Entfernung der Serie von allen russischen Streaming-Diensten, sondern auch die Strafverfolgung der Plattformen, die die Serie weiterhin ausstrahlen. Die Chancen auf Erfolg dürften für die christliche Vereinigung groß sein, die Medienaufsichtsbehörde Roskomnadzor ist in der Vergangenheit schon in viel harmloseren Fällen eingeschritten. Den heimlichen Siegeszug der Serie indes werden auch die Beamten kaum aufhalten können.