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Aufregung um eine Schul-Software zum Schutz von trans-Jugendlichen // © studio-laska
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US-Konservativen platzt der Kopf! Ein kleines Update, das das Leben von trans-Schülern massiv verbessern wird

ms - 01.03.2022 - 14:30 Uhr
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Man kann es sich beinahe bildlich vorstellen, wie den Konservativen, fundamentalen Christen und Hardcore-Republikanern in North Carolina gerade vor Wut der Kopf rot anläuft – und zu platzen droht. Hintergrund ist eine eigentlich relativ kleine Änderung, die das Ministerium für öffentliche Bildung (DPI) an seiner Schul-Software namens Power-School vorgenommen hat.

Seit dieser neuen Änderung ist das Geschlecht eines Schülers nicht mehr mit einem Klick in der Schuldatenbank einsehbar und somit auch nicht mehr öffentlich zugänglich. Das DPI teilte den Schulen mit, dass die Lehrkräfte die Geschlechtsmarkierung des Schülers in den staatlichen Aufzeichnungen immer noch sehen können, allerdings nur, wenn sie "einen legitimen Grund" dazu haben. Konkret bedeutet das laut DPI:

"Das Update löscht nicht die Informationen über das Geschlecht der Schüler im System. Stattdessen erlaubt das Update den lokalen Entscheidungsträgern zu wählen, wer diese Informationen einsehen kann."

Und schon war er da, der Skandal! Konservative in North Carolina laufen seitdem Sturm gegen dieses Systemupdate und sehen darin den heimtückischen Plan der Biden-Regierung, durch die Hintertür sozusagen den „Transgenderismus“ zu fördern. Noch besser: Damit würden Schulen als „Labore für Experimente an Kindern“ missbraucht.

Man fragt sich, wie oft ein Mensch in seinen eigenen Gehirnwindungen falsch abgebogen sein muss, bis er ernsthaft der Meinung ist, ein Mensch entscheide sich spontan dazu, trans zu sein, sobald sein Geschlecht in einer Schuldatenbank nicht mehr sofort einsehbar ist.  

Die Umsetzung dieses Updates ist eine Bundesrichtlinie, Hintergrund ist ein Rechtsstreit, da durch die veraltete Software trans-Schüler mehrfach zwangsgeoutet worden sind – ein klarer Verstoß gegen die Anti-Diskriminierungsgesetze, insbesondere das Verbot von Diskriminierung im Bildungswesen. Daraufhin hatte die DPI eingewilligt, die Software zu aktualisieren.

Für trans-Jugendliche bedeutet die Umsetzung der neuen Software einen enormen Schritt hin zu einem selbstbestimmten und diskriminierungsfreien Umfeld in ihren Schulen.

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