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Urteil nach Chemsex-Party Drogen-Geständnis von Crispin Blunt vor Gericht

Von ms - 26.03.2026 - 09:00 Uhr
Urteil nach Chemsex-Party
Foto: IMAGO / ZUMA Press Wire
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Der ehemalige konservative britische Tory-Abgeordnete Crispin Blunt ist nach einem Geständnis wegen mehrfachen Drogenbesitzes jetzt zu einer Geldstrafe von 1.200 britischen Pfund verurteilt worden. Die Vorwürfe resultieren aus einer Polizeiaktion in seinem Haus in Surrey im Oktober 2023. 

Chemsex zu Recherche-Zwecken?

Vor Gericht räumte Blunt den Besitz von Crystal Meth, Cannabis und GBL ein. Der Fall steht im Zusammenhang mit einer Untersuchung nach einer Chemsex-Party, die im September 2023 auf seinem Grundstück stattgefunden hatte. Zusätzlich zu der Geldstrafe muss Blunt 480 Pfund als Entschädigung an die Opfer sowie 200 Pfund Gerichtskosten zahlen.

Blunt erklärte vor Gericht, seine Beteiligung an Chemsex-Veranstaltungen stehe in Zusammenhang mit seinem langjährigen Interesse an der Drogenpolitik, das bereits während seiner Regierungszeit begonnen habe. Seine „direkten Erfahrungen“ hätten seine Auffassung geprägt, dass die Drogengesetze reformiert werden sollten. Seine Teilnahme an sexpositiven Treffen mit Drogen sei also sinngemäß aus Gründen der Recherche resultiert. Außerdem behauptete er, der Fall sei nach einem Erpressungs- und Nötigungsversuch gegen ihn entstanden.

Vorwurf der Vergewaltigung 

Ein separater Vorwurf wegen Vergewaltigung, der in Zusammenhang mit dem Fall geprüft wurde, lief über 18 Monate, führte jedoch zu keiner Anklage. Opfer soll dabei ein junger Mann gewesen sein. Der Richter betonte bei der Urteilsverkündung, Blunts Handeln habe das öffentliche Vertrauen gefährdet, insbesondere in Anbetracht seiner früheren Verantwortung für die Justizpolitik. Blunt war erstmals im Oktober 2023 festgenommen worden. In der Folge verlor er den Fraktionsstatus bei den Tories und verzichtete auf eine Kandidatur bei der Parlamentswahl 2024.

Blunt war von 1997 bis 2019 Mitglied des britischen Parlaments für den Wahlkreis Reigate in Surrey. Zwischen 2010 und 2012 war er parlamentarischer Staatssekretär im Justizministerium und damit Teil der Regierung unter Premierminister David Cameron. Während seiner politischen Laufbahn setzte er sich unter anderem für Reformen der Drogenpolitik ein, engagierte sich in Menschenrechtsfragen und spielte eine aktive Rolle in der Justiz- und Außenpolitik.

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