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Ermittlungen in Frankreich X-Eigentümer Musk zu Pornografie auf Plattform

Von ms - 20.04.2026 - 09:00 Uhr
Ermittlungen in Frankreich
Foto: IMAGO / Avalon.red
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Der US-Milliardär und Eigentümer von X, Elon Musk, wurde für heute zu einer freiwilligen Anhörung vor französischen Ermittlern geladen. Hintergrund sind laufende Ermittlungen wegen der Verbreitung kinderpornografischer Darstellungen und anderer schwerwiegender Vorwürfe, die den Onlinedienst betreffen. Zusätzlich sind im Zeitraum bis einschließlich Freitag mehrere X-Mitarbeiter als Zeugen geladen.

Das Wichtigste im Überblick: 

  • Elon Musk wird für freiwillige Anhörung in Paris geladen
  • X-Mitarbeiter sollen als Zeugen befragt werden
  • Ermittlungen wegen Kinderpornografie, Deepfake-Inhalten und anderen Vorwürfen
  • Queere Content-Creator befürchtet schlussendlich Einschränkungen auch legaler Inhalte für Erwachsene 

Deepfake und Pornografie 

Die französische Justiz wirft X unter anderem vor, bei der Verbreitung von kinderpornografischen Inhalten behilflich gewesen zu sein, gegen das Recht am eigenen Bild verstoßen zu haben sowie Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu leugnen und Datendiebstahl zu begünstigen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Verwendung des KI-Chatbots Grok, der auf X verfügbar ist und es Nutzern ermöglicht, in Sekundenschnelle pornografische Deepfake-Bilder von realen Personen zu erstellen und zu verbreiten.

Die französische Ermittlungsbehörde ist nicht allein in ihrem Vorgehen. Auch andere Länder sowie die EU-Kommission haben inzwischen Ermittlungen in dieser Sache eingeleitet. Angesichts der Schwere der Vorwürfe hat X mittlerweile die Funktion zur Erstellung solcher Deepfake-Inhalte nach eigenen Angaben eingeschränkt. Bereits Anfang Februar durchsuchten französische Ermittler die Büros von X in Frankreich. Der Tech-Konzern kritisierte die Durchsuchung damals als „missbräuchlichen Akt der Strafverfolgung“ und wies alle Vorwürfe zurück.

Ängste der Community 

X, die Plattform ehemals bekannt als Twitter, steht seit der Übernahme durch Elon Musk immer wieder in der Kritik, was die Moderation von Inhalten und den Umgang mit illegalen Darstellungen betrifft. Besonders in den letzten Monaten wurden wiederholt problematische Inhalte auf der Plattform festgestellt, was zu einer verstärkten Aufmerksamkeit durch die Behörden geführt hat.

Viele queere Menschen sehen die Ermittlungen rund um X und Elon Musk mit Sorge, da sie befürchten, dass neben der dringend benötigten Bekämpfung von illegalen Inhalten auch legale, aber oftmals kontroverse Darstellungen von Erwachsenen künftig zensiert werden könnten. Insbesondere in der queeren Community gibt es eine lange Geschichte der Selbstbestimmung über die Darstellung sexueller Identitäten und Praktiken, die häufig auf Plattformen wie X Raum fand. In den letzten Jahren hat sich X zu einer der wenigen verbliebenen Plattformen entwickelt, die Künstlern, Kreativen und queeren Content-Schaffenden eine Bühne bieten, um sich offen und ohne Angst vor übermäßiger Zensur auszudrücken. 

Viele befürchten daher nun, dass die neue Strategie zur Bekämpfung von schädlichen Inhalten in der Praxis dazu führen könnte, dass auch völlig legale Inhalte, die sexuelle Darstellungen für Erwachsene zeigen, übermäßig eingeschränkt oder gelöscht werden. Diese Angst speist sich aus der Erfahrung, dass oftmals die Grenze zwischen dem Schutz von Minderjährigen und der Zensur von harmlosen, wenn auch provokanten, Inhalten für Erwachsene schwer zu ziehen ist – mit der Folge, dass die künstlerische und sexuelle Vielfalt, die für viele queere Menschen auf der Plattform von Bedeutung ist, unter Druck gerät.

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