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UN lehnt US-Vorschlag ab
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UN lehnt US-Vorschlag ab Große Mehrheit gegen Geschlechterdebatte der USA

ms - 25.03.2026 - 08:30 Uhr
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Die Vereinten Nationen haben einen Vorschlag der Vereinigten Staaten von Amerika abgelehnt, der die Mitgliedstaaten dazu auffordern sollte, „Geschlecht“ ausschließlich als Männer und Frauen zu definieren. Die US-Resolution war am letzten Tag der 70. Jahrestagung der UN-Kommission zum Status von Frauen eingebracht worden. 

Akzeptanz verschiedener Definitionen

In diesem Entwurf wiesen die USA darauf hin, dass „die vielen Bedeutungen oder Konnotationen des Begriffs ´Geschlecht‘, die in den letzten Jahren gebräuchlich geworden sind, sich von der bisher anerkannten Verwendung unterscheiden“. Die US-Seite argumentierte, die Pekinger Erklärung zu Frauenrechten von 1995 definiere Geschlecht auf diese Weise. Ein Schreiben des Women’s Rights Caucus an die Delegierten eine Woche zuvor stellte jedoch klar, dass die Kommission keine spezifische Definition von Geschlecht festgelegt habe.

Cristal Downing, Direktorin für Genderfragen bei der International Crisis Group, erklärte, dass sich die Mitgliedstaaten darauf geeinigt hätten, „differierende Meinungen zu akzeptieren“ und „es vorzögen, den Begriff offen zu lassen, anstatt zu versuchen, eine einheitliche Definition zu schaffen“.

Resolution stoppt US-Pläne 

Belgien kritisierte den US-Vorschlag indes direkt als „faktisch falsch“ und warf der Trump-Administration vor, die Pekinger Erklärung „umzuschreiben“. Das Land brachte daraufhin eine „No-Action-Motion“ ein, um das Vorhaben zu stoppen. Insgesamt stimmten 23 Länder mit Belgien, 17 enthielten sich, und nur zwei Staaten – Pakistan und Chile – stimmten im Sinne der Vereinigten Staaten.

María Paula Perdomo von der LGBTIQ+-Organisation Outright International sagte dazu: „Es war ein großer Moment, in dem die Welt den USA signalisiert hat: Hier endet es. Wir folgen den Regeln, und wenn ihr etwas einbringen wollt, dann tut es korrekt, mit ordnungsgemäßem Verfahren und auf Grundlage der Wahrheit.“ Einige Mitgliedstaaten, darunter Italien, enthielten sich deswegen der Abstimmung, weil die Vereinigten Staaten das ordnungsgemäße Verfahren nicht eingehalten hätten, wiesen jedoch darauf hin, dass ihre nationale Politik mit der US-Position übereinstimme.

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