Umstyling für U-Bahn Londoner Metro-Stationen zeigen Regenbogenfarben
Wer in London die U-Bahn nutzt, wird jetzt in ausgewählten Bahnstationen zehn neu gestaltete Pride-Rondelle sehen können. Transport for London (TfL) will zusätzlich zu den riesigen Rondellen auch eine Poster-Kampagne starten, die queere Mitarbeiter*innen und deren Partner*innen abbildet. Beide Aktionen werden mindestens einen Monat lang ausgestellt.
Das Team hinter den Rondellen
Die Schilder wurden von TfL-Mitarbeiter*innen und bekannten Persönlichkeiten aus der Londoner LGBTI*-Community designt. Zu Letzteren gehören Historiker Tim Dunn, Nachtbürgermeisterin Amy Lamé, Designer Philip Normal, Aktivist Marc Thompson und Museums-Kurator Dan Vo. Der jeweilige Designer bestimmte, wo das Rondell ausgestellt wird. Ein begleitendes Schild erklärt das Design.
Ein Zeichen für Akzeptanz
„[Die Pride-Rondelle sind ein klares Zeichen dafür, dass man in London sein kann, wer man sein möchte, und lieben kann, wen man lieben möchte“, so Lamé. Sie suchte ein Zitat von Oscar Wilde aus, denn dieser habe „Londons reiche LGBTI*-Geschichte einfangen und ebenso einen Weg in die Zukunft zeigen“ wollen. Thompson designte ein Logo in Schwarz, Weiß und Rot zu den Worten des queeren schwarzen Aktivisten und Schriftstellers Joseph Beam: „Schwarze Männer, die schwarze Männer lieben, sind ein revolutionärer Akt“. Er wollte „ehrliche Sichtbarkeit und Repräsentation für queere schwarze Männer“. Sein Schild wird in Brixton zu sehen sein, wo er selbst aufwuchs und seine Reise begann.