Trans*-feindliche Ansichten LGBTI*-Mitarbeiter:innen verlassen die BBC
Laut einer geleakten Aufnahme eines Firmentreffens verlassen gerade zahlreiche queere Angestellte die BBC, weil sie das „feindliche“ Umfeld nicht mehr ertragen.
Eine hitzige Diskussion
Am 8. November berief die Sendeanstalt ein Meeting mit dem Mitarbeiter-Netzwerk BBC Pride ein, um über aktuelle Probleme zu sprechen. Zu diesen gehört auch ein heftig kritisierter Artikel, der behauptete, Lesben fühlten sich dazu gedrängt, Sex mit trans* Frauen zu haben. Ein Mitglied der Crew kannte etwa acht trans* Personen, die die BBC im letzten Jahr verließen – sie hätten nicht mehr daran geglaubt, dass die BBC gegenüber trans* Fragen unparteiisch sei. Dieselbe Person behauptete, jemanden zu kennen, der genau wegen diesem Artikel kündigte. Eine andere Person sagte, ihre trans* Freunde und andere in der LGBTI*-Community hätten das „Vertrauen verloren“. Die Debatten der letzten Zeit hätten auch die Person selbst an ihrer Arbeit für die BBC zweifeln lassen. Ein Folge-Meeting ist für den 12. November geplant.
Das sagen die Angestellten
Einige (ehemalige) Angestellte der BBC teilten ihre Erfahrungen mit Vice. Eine nicht-binäre Person hatte nicht das Gefühl, bei dem Sender oder auch außerhalb des Arbeitsplatzes „authentisch“ sein zu dürfen und kündigte deswegen. Ein schwuler Mann reichte gerade seine Kündigung ein, weil er sich nicht länger „mitschuldig“ machen möchte.