Direkt zum Inhalt

Statement gegen Homophobie Punkteabzug im Fußball nach homophoben Parolen von Fans

Von ms - 06.08.2025 - 11:00 Uhr
Statement gegen Homophobie
Foto: iStock / Rost-9D
ANZEIGE
Loading audio player...

Immer wieder kommt es bis heute weltweit bei Fußballspielen zu homophoben Aktionen: Schwule Spieler werden beschimpft und hasserfüllte Gesänge angestimmt. Im besten Fall drohen daraufhin Geldstrafen für die Vereine, die diese zumeist problemlos bezahlen können. Bis jetzt. 

Punkteabzug nach homophoben Gesängen

Der Oberste Sportgerichtshof (STJD) in Brasilien hat nun erstmals eine neue Taktik angewandt – den Punkteabzug. Der Vorfall ereignete sich bei einem Serie-D-Spiel zwischen Maracanã und Iguatu. Ersterer gewann zwar nach Toren das Match, ging aber trotzdem als Verlierer vom Platz. Der STJD strich die Siegtreffer aufgrund von diskriminierenden und homophoben Demonstrationen von Seiten der Fans auf der Tribüne. „Diese Entscheidung spiegelt das ernsthafte Engagement der Sportbehörden wider, ein sicheres und einladendes Umfeld für alle Menschen zu schaffen, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung. Homophobie wird im Fußball, einer der traditionellsten und beliebtesten Sportarten Brasiliens, nicht geduldet“, so ein Sprecher des Sportgerichtshofs. 

Eine Idee auch für Deutschland?

Die Maßnahme ist bis heute beispiellos und könnte als Vorbild weltweit dienen. Am Ende kann das Aberkennen von Toren und damit Punkten für einen Fußballverein das frühzeitige Ende bei nationalen wie internationalen Wettkämpfen bedeuten. Eine tatsächlich gefährliche Drohkulisse, die vielleicht deutlich mehr die Verantwortlichen in den Vereinen dazu motiviert, tatsächlich aktiv gegen Homophobie im Umfeld der Clubs vorzugehen – jenseits von wohlfeinen und zumeist inhaltsleeren Statements.  

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

WDRQueere Menschen wollen kein Feindbild seinBILDEin Jahr nach der Tat - Berliner Polizei sucht zwei U-Bahn-SchlägerSüddeutsche ZeitungCSD in Fürstenfeldbruck: Die Regenbogenfarben erreichen mehr und mehr das Münchner UmlandtazQueerfeindlichkeit unter Jugendlichen: An der ToleranzgrenzeAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Sollte die geplante automatische Weitergabe sensibler Daten in Baden-Württemberg verhindert werden?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Triumph in Roanne

Mika Brunold dreht das Finale

Mika Brunold gewinnt in Roanne nach Satzrückstand. Für den offen schwulen Schweizer ist es der zweite Challenger-Titel in gut einem Monat.
Keine Scham im Wahlkampf

Gallant kontert den Fotowirbel

Alte Fetischfotos sollten Chris Gallant schaden. Jetzt setzt der schwule US-Kandidat auf Offenheit – und einen frechen Wahlkampfslogan.
177 Jahre nach seinem Tod

Die Debatte um seine Männerlieben

Am 17. Oktober 1849 starb Frédéric Chopin. Seine Briefe an Männer berühren bis heute – und sorgen weiter für Streit in der Forschung.
Teure Ausgrenzung

Japan verschenkt sein Potenzial

Lohneinbußen, Krankheit und fehlende Rechte: Ein neuer Bericht zeigt, welchen Preis Japan für die Ausgrenzung von LGBTIQ+-Menschen zahlt.
Revision nach Vergewaltigung

Trans* Polizistin ficht Hafturteil an

Trotz Geständnis und Verständigung: Maja S. legt Revision ein. Das Urteil aus Traunstein ist noch nicht rechtskräftig. Was jetzt geprüft wird.
Fahndung nach U-Bahn-Angriff

Schläge, Tritte und Beleidigungen

Zwei Männer sollen in Alt-Mariendorf einen 30-Jährigen homophob beleidigt und verletzt haben. Die Polizei veröffentlicht jetzt Fahndungsbilder.
Eine Sekunde für die Liebe

Schwule Männer im Zeitrausch

Die Schaltsekunde wird abgeschafft. Für schwule Männer beginnt damit eine neue Zeitrechnung – zwischen Grindr, Größenwahn und ganz großen Gefühlen.
Homophobie bei der WM

FIFA meldet Rekordzahlen

240.000 Hassnachrichten bei der Fußball-WM 2026: Besonders Frankreichs Nationalspieler wurden im Netz angefeindet, berichtet jetzt die FIFA.
Vom Eis zur Erotik

Ein verborgenes Fotoerbe

Roy Blakey war Eiskunstläufer und ein Pionier schwuler Fotografie. Nun erzählt seine Nichte von seinem außergewöhnlichen Leben und Werk.