Direkt zum Inhalt
Statement der Mormonen

Statement der Mormonen Neue strikte Richtlinien für LGBTIQ+-Mitglieder

ms - 24.03.2026 - 12:00 Uhr
Loading audio player...

Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) hat ihre offiziellen Richtlinien aktualisiert und darin trans* und nicht-binäre Mitglieder darauf hingewiesen, dass sie bei Tempelritualen nur nach ihrem „bei der Geburt festgestellten biologischen Geschlecht“ anerkannt werden.

Willkommen Ja, trans* Identität Nein

Die Anpassung im General Handbook der Kirche stellt keine formelle Änderung der Glaubenslehre dar, bietet jedoch detaillierte Vorgaben, wie sich eine Geschlechtsanpassung auf die Teilnahme an Tempelritualen auswirkt. „Würdige Mitglieder, die keinen chirurgischen, medizinischen oder sozialen Übergang von ihrem bei der Geburt festgestellten biologischen Geschlecht vollziehen, können ein Tempel-Rekommandat und Tempelrituale erhalten“, heißt es in dem Handbuch.

Die Regelung baut auf einer Änderung der Kirchenlehre von 2020 auf, die bereits eine strengere Linie gegenüber trans* Identitäten vorsah. Ehemalige Mitglieder, die aufgrund ihrer Identität aus kirchlichen Ämtern gedrängt wurden, zeigten sich darüber verärgert. Kirchenführer indes betonen, dass trans* Menschen weiterhin zu regulären Gottesdiensten kommen könnten. Auf der Website der Kirche heißt es: „Alle Kinder des himmlischen Vaters sind in der Kirche willkommen.“

Strikte Linie bei LGBTIQ+-Menschen

Das Handbuch beschreibt nun auch einen Weg für Mitglieder, die eine Transition rückgängig machen möchten. „Mitglieder, die Schritte zur Transition unternommen und dann wieder zu ihrem bei der Geburt festgestellten biologischen Geschlecht zurückgekehrt sind und würdig sowie pflichttreu sind, Gottes Gebote anzuerkennen, können wieder Tempelrituale erhalten“, heißt es in der Aktualisierung.

Die Änderung spiegelt so die neuste Haltung der Kirche gegenüber queeren Mitgliedern wider: Teilnahme am Gemeindeleben wird gefördert, der Zugang zu wichtigen Riten bleibt jedoch eingeschränkt. Schwule und lesbische Mitglieder dürfen teilnehmen und in bestimmten Funktionen dienen, gleichgeschlechtliche Ehen gelten nach wie vor als Sünde. Das Handbuch fordert zudem Bischöfe auf, auf Mitglieder individuell „mit Sensibilität und Christusliebe“ einzugehen und empfiehlt, dass Personen mit Fragen zur Geschlechtsidentität kirchliche Führungspersonen zu Rate ziehen sollen. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Marihuana macht schwul

US-Pastor sorgt für Heiterkeit

Ein US-amerikanischer Pastor hat mit Aussagen über Marihuana, Homosexualität und Nikotin Heiterkeit und eine Welle der Kritik ausgelöst.
Gay Walking Speed

Gehen schwule Männer anders?

Ein populäres Klischee über das schnelle Gehtempo schwuler Männer rückt durch neue Erkenntnisse über die gesundheitlichen Vorteile zügigen Gehens in den Fokus.
LGBTIQ+-Dating im Wandel

Klarheit statt gemischter Signale

Eine neue Hinge-Studie zeigt, dass LGBTIQ+-Singles in unsicheren Zeiten zunehmend auf emotionale Sicherheit, Beständigkeit und klare Absichten setzen.
Komplettausfall von Ogles

US-Republikaner attackiert Schwule

Homosexualität habe kein Platz in den USA, erklärte der Republikaner Andy Ogles und löst damit eine heftige Debatte in seiner eigenen Partei aus.
Akzeptanzwerte sinken erneut

Weiterer Rückgang dokumentiert

Eine neue Gallup-Umfrage zeigt, dass die Unterstützung für LGBTIQ+-Rechte in den USA nach Jahren des Anstiegs erneut zurückgeht. Ein Alarmsignal!
Stichwahl in Kolumbien

Debatte über LGBTIQ+-Rechte

Vor der Präsidentschaftsstichwahl in Kolumbien richtet sich der Blick auf die Zukunft der LGBTIQ+-Rechte. Haben diese weiter Bestand? .
Warnung von Klaus Wowereit

Sorge um gesellschaftliches Klima

25 Jahre nach seinem berühmten Coming-Out blickt Klaus Wowereit mit Sorge auf die Entwicklung der Akzeptanz von Lesben und Schwulen in Deutschland.
Wandel in Ungarn

Mehrheit für LGBTIQ+-Rechte

Eine Mehrheit der Ungarn spricht sich laut einer neuen Umfrage für die Abschaffung von Gesetzen aus, die die Rechte von LGBTIQ+-Menschen einschränken.
Türkei im Kampf gegen LGBTIQ+

Dritter Anlauf für Hass-Gesetzpaket

Im dritten Anlauf will die Türkei im Juni das geplante Anti-LGBTIQ+-Gesetzpaket durchs Parlament bringen, dass queere Existenz kriminalisieren soll.