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Skandal beim Kölner CSD „Hier könnten auch Leute mit Fantasy-Flaggen rumlaufen und es würde keinem mehr auffallen!“

Von ms - 21.07.2022 - 11:00 Uhr
Skandal beim Kölner CSD
Foto: IMAGO / Panama Pictures
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Der Skandal um den Kölner CSD weitet sich in diesen Tagen immer mehr aus – eine pädophile Gruppe lief mit der Flagge der Pädophilen beim deutschlandweit größten Pride-March Anfang Juli in Köln mit und forderte die offizielle Aufnahme mit dem Buchstaben P in die LGBTI*-Community. Immer wieder wurde während dem CSD so auch die sogenannte MAP-Flagge (Minor Attracted People) geschwenkt. Nach dem Willen der Gruppe sollen Pädophile gleichwertig neben allen anderen sexuellen Orientierungen künftig bei Pride-Paraden vertreten sein und auch als eigenständige sexuelle Identität vom Grundgesetz in Artikel 3 geschützt werden. Online brüsten sich die Vertreter der Gruppe in diesen Tagen mit ihrem medialen Clou und befeuern weiter die Diskussion – immer mehr Zeitungen wie beispielsweise auch die BILD berichten inzwischen darüber und sorgen für weitere Aufmerksamkeit.

Die Veranstalter des Kölner CSD haben inzwischen erklärt, dass sie von der Teilnahme der Pädophilen nichts wussten. Offiziell angemeldet war die Gruppe nicht. Bei rund 1,4 Millionen Menschen sei es nicht gänzlich vermeidbar, dass sich auch die eine oder andere unerwünschte Gruppierung einschleiche. Dabei stellte Veranstalter Hugo Winkels vom Kölner Lesben- und Schwulentag (KLuST) klar: „Wir sind offen für jegliche Art der Liebe, sofern alle Einbezogenen auch selbstständig frei entscheiden können. Bei Schutzbefohlenen ist das nicht so. Deshalb liegt das Recht der Schutzbefohlenen über dem Recht der Gleichstellung. Wir als Cologne Pride demonstrieren überzeugt für die Rechte verschiedenster LGBTI*-Gruppen, aber wir werden unsere gesellschaftlich hoch akzeptierte Demonstration nicht von Gruppen mit von uns nicht befürworteten Meinungen vereinnahmen lassen!“

Im Netz erklärten mehrere Besucher des CSDs, dass bei der Vielzahl der unterschiedlichen, innerhalb der LGBTI*-Community verwendeten Flaggen die Pädophilie-Flagge schlicht nicht weiter aufgefallen sei: „Das hat hier keiner bemerkt! Wir als Community können uns ja immer weniger auf die einstmals eine Regenbogenflagge einigen, was wirklich nicht clever ist! Hier könnten auch Leute mit Fantasy-Flaggen rumlaufen und es würde keinem mehr auffallen. Die Bedeutungen der einzelnen Flaggen wissen sowieso nur noch ein paar Einzelne, die es betrifft. Wir verlieren so nicht nur unser bisher starkes Symbol der Regenbogenflagge, sondern, wie sich jetzt zeigt, öffnen wir Tür und Tor für Flaggen und Forderungen dahinter, die niemand in der Community will!“, so ein CSD-Besucher gegenüber SCHWULISSIMO. Auf dem Online-Portal der Gruppe namens Krumme 13 rufen die Mitglieder bereits dazu auf, beim nächsten CSD wieder dabei zu sein. Zudem steht durchaus die Möglichkeit im Raum, dass die Pädophilen-Gruppe versuchen wird, auch bei den noch anstehenden großen Pride-Events in Berlin und Hamburg vertreten zu sein. 

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