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Mehr Mobbing im US-Eishockey Kritiker betonen, "Heated Rivalry" befeuere homophobe Attacken

Von ms - 10.03.2026 - 12:30 Uhr
Mobbing im Eishockey
Foto: HBO Max
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Der Hype um die schwule Eishockeyserie „Heated Rivalry“ ist in den USA nach wie vor ein bestimmendes Thema, doch nicht überall sind die Menschen begeistert: In Massachusetts wächst die Besorgnis über einen Anstieg von Mobbing und Belästigung gegen LGBTIQ+-Athleten im schulischen Eishockeyumfeld. Dies wird zunehmend auf die wachsende Popularität von „Heated Rivalry“ zurückgeführt. 

Welle vom Mobbing im Eishockey 

Die Show, die die verbotenen Liebschaften von Eishockeyspielern behandelt, hat nach Ansicht von Kritikern zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit der Eishockeykultur und der Sichtbarkeit von homosexuellen Menschen im Sport geführt – jedoch auch zu einem Anstieg homophober Vorfälle. In diesen Tagen veröffentlichte die Organisation Lawyers for Civil Rights (LCR) einen offenen Brief, in dem sie die Generalstaatsanwältin von Massachusetts, Andrea Campbell, sowie das Department of Elementary and Secondary Education aufforderten, schnell auf die „abscheulichen Vorfälle“ von LGBTIQ+-Hass in schulgebundenen Eishockey-Programmen zu reagieren. 

Der Brief warnte, dass sich insbesondere in der jüngeren Vergangenheit die Zahl von Mobbing- und Belästigungsberichten erheblich erhöht habe. „Wir haben einen bemerkbaren Anstieg von Berichten über Mobbing und Belästigung in schulischen Eishockey-Programmen beobachtet, insbesondere solche, die sich gegen Schüler richten, die schwul sind oder als schwul wahrgenommen werden“, heißt es in dem Schreiben. LCR betonte weiter, dass die Beschwerden in den letzten zwei Wochen „homophobe Beleidigungen, Schikanen in den Umkleideräumen, teambezogene Erniedrigungen und Belästigungen“ umfassen.

Gegenreaktion zur Hit-Serie?

Die Organisation sieht dabei eine direkte Verbindung zwischen den Vorfällen und der Serie „Heated Rivalry“, die die Geschichte von Eishockeyspielern erzählt, die ihre Sexualität aus Angst vor Homophobie geheim halten. LCR äußerte Bedenken, dass die Serie eine Gegenreaktion ausgelöst habe, die den öffentlichen Diskurs über homosexuelle Eishockeyspieler beeinflusse.

Das Mobbing, das Schüler in den Sportprogrammen seitdem erfahren, sei nicht nur auf Mitschüler zurückzuführen, sondern auch auf das Verhalten von Trainern. LCR berichtete von Schülern, die „absichtlich während Spielen auf die Bank gesetzt, ohne legitime sportliche Begründung von der Teilnahme ausgeschlossen und anderweitig von Team-Events isoliert wurden.“ Zudem berichteten Schüler, dass sie von Trainern mit homophoben Bemerkungen konfrontiert wurden, wie etwa „nicht wie ein Schwuler zu spielen“, und dass in einem Fall ein Trainer einen Spieler mit der Bemerkung aufforderte, „wie ein Mann zu spielen“. LCR forderte in dem Schreiben die zuständigen Behörden auf, sofortige Maßnahmen zu ergreifen, um Mobbing und Belästigung aufgrund von Identität im Schulsport zu verhindern. „Wir erwarten, dass die MIAA ihre Verantwortung nicht aufgibt, um diskriminierende Vorfälle zu untersuchen und zu beheben“, hieß es in der Erklärung.

Initiative gegen Hass an Schulen 

Massachusetts’ Generalstaatsanwältin Andrea Campbell antwortete auf die Vorwürfe in einer Stellungnahme und versicherte, dass ihr Büro Maßnahmen ergreife, um Diskriminierung zu bekämpfen. „Homophobie und Hass jeglicher Art haben in unseren Umkleideräumen, auf den Eisflächen oder auf unseren Spielfeldern keinen Platz, und ich bin entschlossen sicherzustellen, dass sich alle jungen Menschen in ihren Klassenräumen und auf ihren Sportteams sicher und unterstützt fühlen“, sagte Campbell. Sie erklärte weiter, dass ihr Büro eine landesweite Initiative zur Bekämpfung von Hass in Schulen und im Sport leite und alle Berichte über Mobbing und Diskriminierung ernst nehme.

Die Auseinandersetzungen um „Heated Rivalry“ haben die Diskussion über LGBTIQ+-Personen im Sport weiter angeheizt, was nicht nur in Massachusetts, sondern auch in anderen Bundesstaaten inzwischen zunehmende Aufmerksamkeit auf sich zieht. LCR wies darauf hin, dass diese Vorfälle keine Einzelfälle seien, sondern in mehreren Schulen im gesamten Bundesstaat auftreten und ein systemisches Problem darstellen könnten, das die Aufmerksamkeit von Bürgerrechtsorganisationen erfordere.

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