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Signal gegen Hass und Gewalt Nollendorfplatz heißt jetzt offiziell „im Regenbogenkiez“

Von mr - 01.07.2026 - 17:00 Uhr
Nollendorfplatz heißt jetzt offiziell „im Regenbogenkiez“
Foto: © lsu-berlin.de
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Der Berliner U-Bahnhof Nollendorfplatz trägt seit dem 1. Juli 2026 offiziell die Bezeichnung „im Regenbogenkiez“. Mit einem neuen, in Regenbogenfarben gestalteten Eingangsschild wollen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) die historische Bedeutung des Quartiers als Zentrum der queeren Stadtgesellschaft betonen. Der U-Bahnhof liegt im Stadtteil Schöneberg und ist ein zentraler Anlaufpunkt im sogenannten Regenbogenkiez, der weit über die Hauptstadt hinaus als Symbolort für Vielfalt und Akzeptanz gilt.

 

Das Wichtigste im Überblick

  • Seit dem 1. Juli 2026 nennt sich der Nollendorfplatz auch „im Regenbogenkiez“.
  • Die Namensänderung samt Regenbogen-Schild ist dauerhaft installiert.
  • Die Initiative dazu ging von der CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg aus.
  • Das bunte Zeichen wurde im Beisein von Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) und Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) enthüllt.

 

Neue Sichtbarkeit für queeres Leben in Berlin

Mit dem neuen Schriftzug setzt die BVG ein weithin sichtbares Zeichen am Eingang zum Regenbogenkiez, der als Zentrum der LGBTIQ+-Community Berlins seit Jahrzehnten deutschlandweite Bedeutung genießt. Die offizielle Bezeichnung des U-Bahnhofs richtet sich an alle Gäste der Stadt sowie die Bewohnerinnen und Bewohner des Kiezes. In einer Mitteilung erklärte die BVG, man wolle damit die „historische und kulturelle Bedeutung dieses Quartiers“ würdigen und schon bei der Ankunft am U-Bahnhof darauf hinweisen.

 

Zeichen gegen Intoleranz und homophobe Gewalt

Die Entscheidung zur Namensänderung fiel vor dem Hintergrund wachsender Sorgen vor queerfeindlicher Gewalt. Wie von Politikern betont wurde, sendet der U-Bahnhof damit ein klares Signal für Offenheit und Respekt. Der Bundestagsabgeordnete Jan-Marco Luczak (CDU), der aus dem Bezirk stammt, unterstrich, das neue Schild sei „gerade in Zeiten zunehmender homophober Gewalt ein starkes Signal für Vielfalt und Akzeptanz und gegen Hass und Gewalt“.

„Als einer der wichtigsten Zugänge zum Regenbogenkiez weist der U-Bahnhof künftig schon bei der Ankunft auf die historische und kulturelle Bedeutung dieses Quartiers hin,“ erklärte eine BVG-Sprecherin.

 

Hintergrund: Der Nollendorfplatz als Symbolort

Der Nollendorfplatz ist seit den 1920er Jahren ein zentraler Treffpunkt queerer Menschen in Berlin. Der Regenbogenkiez rund um den Nollendorfplatz beherbergt Bars, Cafés, Community-Einrichtungen und das Schwule Museum. Das Viertel ist ein international bekannter Schauplatz für CSD-Paraden und Veranstaltungen rund um den Pride-Monat. Allein im Jahr 2025 reisten zum Berliner Christopher Street Day über eine halbe Million Besucher*innen an, viele davon steuern über den Nollendorfplatz das Herz des Regenbogenkiezes an.

 

Weitere Schritte zur Förderung von Teilhabe

Nach der Schild-Enthüllung prüft die BVG weitere Maßnahmen zur Stärkung von Vielfalt in ihrem Netz. Unter anderem laufen Gespräche im Berliner Senat, um ähnliche Sichtbarkeitsprojekte an wichtigen Stadtorten auszubauen. In der queeren Community wird der Schritt überwiegend positiv aufgenommen, doch bleiben Forderungen nach besseren Schutzmaßnahmen für LGBTIQ+-Personen im öffentlichen Raum weiterhin aktuell.

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