Direkt zum Inhalt

Sieg in Griechenland Der Staatsrat bekräftigt gleiche Rechte für Schwule und Lesben

Von ms - 05.06.2025 - 12:00 Uhr
Sieg in Griechenland
ANZEIGE
Loading audio player...

Griechenland bekräftigt erneut die Rechte von Schwulen und Lesben: Nachdem das Parlament bereits 2024 mit großer Mehrheit die gleichgeschlechtliche Ehe eingeführt hat, bestätigte nun der griechische Staatsrat diesen Entschluss in allen Punkten in seinem jüngsten Urteil. 

Stärkung von schwul-lesbischen Rechten

Seit der Einführung der Ehe für alle sind homosexuelle Paare auch im Bereich Adoption in Griechenland gleichgestellt – bis heute ist das Dorn im Auge der orthodoxen Kirche, die nach wie vor mit Hetzkampagnen die schwul-lesbische Community angreift. Griechenland ist bis heute das einzige orthodox geprägte Land, in dem die Eheschließung auch für gleichgeschlechtliche Paare offen steht. Gegen das darin eingeschlossene Adoptionsrecht hatten drei konservativ-christliche Verbände geklagt – und nun verloren.  

Der griechische Staatsrat stellte dabei mehrheitlich in seinem Urteil unmissverständlich klar, dass das Recht auf Adoption auch für Lesben und Schwule mit der griechischen Verfassung im Einklang stehe. Der Präsident des Staatsrates, Michalis Pikramenos nahm dabei überdies ausführlich Stellung zu der Behauptung der Verbände, eine Adoption durch homosexuelle Paare sei eine Gefahr für Familien und Kinder – dieser Einschätzung erteilte er ebenso eine klare Absage. Gleichzeitig bekräftigte das Gremium, dass auch die Gleichstellung der Ehe selbst von 2024 verfassungsgemäß sei. Die Große Kammer des Staatsrats ist Griechenlands höchstes Verwaltungsgericht. Die Community im Land feiert das Urteil als Sieg im Kampf für Gleichberechtigung. 

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

Berliner MorgenpostNach Razzia gegen queeres Gesundheitsprojekt: Demo in Berlin angekündigtSWRGrüner Sozialminister BW sorgt sich um Minderheiten: Hildenbrand will "Anwalt" der queeren Community seinFalterBlauland: Zum Jubiläum ein Regenbogen-Hirschgeweihntv"Man hat sich geschminkt": Thomas Anders vergleicht sich mit Bill KaulitzAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie wichtig ist dir ein LGBTIQ+-freundliches Arbeitsumfeld bei der Wahl eines Arbeitgebers?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Heated Rivalry Look-a-Like

Doppelgänger auf Liebesurlaub

Erst gewannen sie als „Heated Rivalry“-Doppelgänger einen Wettbewerb, jetzt genießen Felix Eller und Aram Matagi romantische Tage in Kanada.
Wege aus der Sexspirale

Chemsex-Therapie zeigt Erfolge

Eine britische neue Studie zeigt ermutigende Ergebnisse: Gruppentherapie kann Männern helfen, Chemsex und zwanghaftes Sexualverhalten zu verändern.
Der Lügenbaron im Oval Office

Santos als Trumps Pressesprecher?

Nach dem Blitzabgang von Trumps Sprecherin bewirbt sich der wegen Betrugs verurteilte Ex-Abgeordnete George Santos öffentlich um den Job.
Hildenbrand will Mut machen

Schwuler Minister über Coming-Out

Baden-Württembergs Sozialminister Oliver Hildenbrand spricht über seine Jugend als schwuler Mann, Familienvielfalt und den Schutz von LGBTIQ+-Menschen
Growlr verliert Nutzer

Bears wechseln zur Konkurrenz

Nach dem Ende der Livestreams bei Growlr berichten Konkurrenten von abwandernden Nutzern. Die neuen Eigentümer versprechen indes einen Neustart.
Türkei hält Aktivisten fest

Menschenrechtler schlagen Alarm

Mehr als einen Monat nach landesweiten Razzien sitzen in der Türkei weiterhin LGBTIQ+-Aktivisten ohne Anklage in Untersuchungshaft.
Debatte um Grindr-Spende

13.500 Dollar für Republikanerin?

Grindr-Chef George Arison unterstützt offenbar eine republikanische Senatorin finanziell und sorgt damit für neue Debatten in der Community.
Trumps Männerbild

Präsidenten-Nichte übt Kritik

Mary Trump kritisiert die öffentlichen Bemerkungen ihres Onkels über Männerkörper und sieht darin Anzeichen nachlassender Impulskontrolle.
Queere Jugend in Neuseeland

Regierung scheitert mit Verboten

Neuseelands Oberster Gerichtshof hebt das Verbot neuer Pubertätsblocker-Verordnungen für trans* Jugendliche auf und rügt Diskriminierung.