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Sexuelle Vielfalt im Job Bundesland Sachsen will mehr für die LGBTI*-Community tun

Von ms - 26.09.2022 - 10:00 Uhr
Fachtagung in Dresden soll LGBTI* im Beruf stärken
Foto: iStock / Maria_Castellanos
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Wie kann sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in Unternehmen in Sachsen vorangetrieben werden? Und wieso und warum ist dies überhaupt so wichtig – für Mitarbeiter wie auch für die Unternehmen selbst? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigt sich die heutige Fachtagung in Dresden unter dem Motto: "Zukunft braucht Vielfalt: Herausforderungen und Chancen von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in Unternehmen“. Gerade in Sachsen werde hierbei noch viel so zu wenig auf diesen Themenbereich überhaupt eingegangen, wie der Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) feststellt: „Dabei ist erwiesen, dass ein offener Umgang mit Vielfalt unter anderem das Wohlbefinden lesbischer, schwuler, bisexueller, trans*, inter*, nicht-binärer und queerer Arbeitnehmer*innen erheblich steigert und auch wirtschaftlich zu einer erhöhten Performance beitragen kann. Gerade mit dem steigenden Fachkräftebedarf sollte auch keine Zielgruppe außer Acht gelassen werden.“

Mit dabei bei der heutigen Fachtagung, die als Impuls für Unternehmen in ganz Sachsen dienen soll, ist auch der sächsische Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Martin Dulig. In verschiedenen Workshops und Vorträgen haben anschließend Interessierte sowie auch Firmeneigentümer die Möglichkeit, ihre Kenntnisse zu erweitern. Konkrete Handlungsempfehlungen sollen ebenso ein Thema sein wie auch die Frage, wie sich die besten Fachkräfte aus der LGBTI*-Community ansprechen lassen können und wie andererseits für diese Menschen ein diskriminierungsfreier Arbeitsplatz geschaffen werden kann. Zu der Veranstaltung ins Rathaus nach Dresden eingeladen haben der LSVD Sachsen e.V., der Gerede e.V. für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt, das Genderkompetenzzentrum Sachsen (FrauenBildungsHaus Dresden e.V.) sowie der LAG Queeres Netzwerk Sachsen e.V.; mit vor Ort sind auch Vertreter des Büros der Gleichstellungsbeauftragten der Landeshauptstadt Dresden. Unter den Vortragsleitern sind unter anderem Repräsentanten der Europa-Universität in Flensburg, des Mitteldeutschen Rundfunks sowie auch der Charité. Wie wichtig das Thema bis heute ist, zeigten jüngst auch immer wieder Studien: Rund ein Drittel der LGBTI*-Menschen (je nach Studie zwischen 30 und 40 Prozent) sind in Deutschland nach wie vor nicht geoutet am Arbeitsplatz, schwule Männer werden bis heute auch schlechter bezahlt, je nach Datenlage im Schnitt bis zu 20 Prozent weniger. Das unterdrückte Outing sorgt zudem für schlechtere Leistungen am Arbeitsplatz und belastet die Psyche massiv: Im Schnitt werden bei LGBTI*-Arbeitnehmern dreimal häufiger Depressionen und Burnout diagnostiziert (DIW-Studie 2021).

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