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Schießerei vor LGBTIQ+-Nachtclub
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Schießerei vor Gay-Nachtclub Verdächtiger festgenommen, Community unter Schock

ms - 07.04.2026 - 09:30 Uhr
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Schock in South Carolina: Nach Schüssen auf einen schwulen Club in Myrtle Beach ist ein 37-jähriger Mann festgenommen worden. Er soll mehrere Schüsse auf den „Pulse Ultra Club“ abgegeben haben. Verletzt wurde nach Angaben des Senders WIST niemand.

Erinnerungen an Pulse-Amoklauf 

Clubbesitzer Ken Phillips hatte die Polizei verständigt, nachdem er fünf bis sechs Schüsse außerhalb des Gebäudes gehört hatte. Der fast namensgleiche Club steht nicht in Verbindung mit dem Pulse Nachtclub, in dem es 2016 zu einem tödlichen Angriff kam. Ermittler stellten fest, dass Geschosse die hintere Seitenscheibe sowie die Windschutzscheibe von Phillips’ Fahrzeug zerstörten.

Videoaufnahmen zufolge hielt ein silberfarbenes Auto auf der Straße, aus dessen Beifahrerseite heraus geschossen wurde. Laut Polizei wurde später ein Fahrzeug gestoppt, das der Beschreibung entsprach. Am Steuer saß der Verdächtige. In dem Wagen fanden Beamte demnach Patronenhülsen und eine Schusswaffe. „Meine größte Sorge galt und gilt immer der Sicherheit meiner Community und meiner Kunden. Der Vorfall bereitet mir große Sorgen… wie weit Menschen zu gehen bereit sind“, so Phillips. Andere Augenzeugen und Gäste berichteten davon, dass sie sich sofort an den Amoklauf im Pulse Club in Florida zurückerinnert fühlten, bei dem 49 Menschen ermordet worden waren. 

Gezielter Angriff auf Community

Gegen den Tatverdächtigen wurden mehrere Anklagen erhoben, darunter Waffenbesitz im Zusammenhang mit einer Gewalttat, Abfeuern einer Schusswaffe in ein Gebäude sowie innerhalb des Stadtgebiets, Sachbeschädigung und „hassmotivierte Einschüchterung“. Der letzte Anklagepunkt wird in den USA nur erhoben, wenn eindeutige Hinweise auf eine gezielte hassmotivierte Tat gegenüber einer bestimmten Gruppe von Menschen vorliegt, in diesem Fall also der LGBTIQ+-Community. Das bekräftigt die Annahme, dass der Angeklagte aus homophoben Gründen heraus bewusst und gezielt auf den queeren Nachtclub feuerte.  

Adam Hayes von der örtlichen Menschenrechtskommission begrüßte das Vorgehen. „Es ist schön zu sehen, dass etwas, das wir in Richtlinien verankert haben, nicht nur ein Stück Papier ist, sondern tatsächlich angewendet wird.“ Zugleich sprach er sich dafür aus, entsprechende Gesetze auch landesweit einzuführen. Derzeit verfügen nur 23 Bundesstaaten über Regelungen, die sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität ausdrücklich einschließen. Der Tatverdächtige befindet sich derzeit im J. Reuben Long Detention Center in Haft. Die Kaution wurde auf rund 312.000 US-Dollar festgesetzt.

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