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Rede sorgt für Diskussionen Schülerkritik an homophober US-Schule geht viral

Von ms - 27.05.2026 - 11:30 Uhr
Rede sorgt für Diskussionen
Foto: Wave News Screenshot
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Mit einer spontanen Ansprache bei seiner Abschlussfeier hat ein Schüler aus Louisville im US-Bundesstaat Kentucky eine landesweite Debatte ausgelöst. Daniel Mattingly, Absolvent der Stuart Academy, nutzte seinen Auftritt auf der Bühne, um deutliche Vorwürfe gegen seine Schule zu erheben.

Das Wichtigste im Überblick

  • Achtklässler Daniel Mattingly kritisiert seine Schule bei Abschlussfeier öffentlich
  • Ursprünglich geplante Rede durfte er nach eigenen Angaben nicht halten
  • Der Schüler warf der Schule „Rassismus, Sexismus und Homophobie“ vor
  • Ein Video der Rede verbreitete sich rasch in sozialen Medien
  • Die Reaktionen reichen von Zustimmung bis Kritik am gewählten Rahmen

Schule verbot Rede über Akzeptanz 

Der Achtklässler war ursprünglich vom Schülerrat ausgewählt worden, eine Rede während der Zeremonie zu halten. Nach eigenen Angaben hatte er einen Text vorbereitet, in dem es um Akzeptanz und persönliche Erfahrungen ging. Dabei sprach er auch über den Verlust seiner Eltern, die beide an Krebs gestorben waren. „Meine Eltern sind tot, und ich finde, die Menschen sollten wissen, dass das Trauma, das man erlebt… einen nicht bestimmen muss“, sagte Mattingly im Gespräch mit dem Sender WAVE News.

Wie der Schüler weiter erklärte, hätten Lehrkräfte mehrere Fassungen seiner Rede als „nicht positiv genug“ bewertet. Deshalb habe er den Text mehrfach überarbeitet. Am Morgen der Abschlussfeier sei ihm dann mitgeteilt worden, dass er gar nicht mehr sprechen dürfe. Auf der Bühne hielt Mattingly schließlich eine andere, spontane Ansprache. Darin sagte er: „Diese Schule basiert auf Rassismus, Sexismus und Homophobie. Ich ermutige heute alle hier, für sich selbst einzustehen – auch wenn das Aufsehen erregt.“

Schweigen fühlte sich falsch an

Später erklärte Mattingly, er habe sich bewusst entschieden, „aus dem Herzen zu sprechen“. Schweigen hätte sich für ihn falsch angefühlt. Nach der Feier hätten zahlreiche Menschen ihm ihre Unterstützung ausgesprochen, so Mattingly weiter. Ein Video seiner Rede wurde von seinem Onkel online veröffentlicht und verbreitete sich innerhalb kurzer Zeit über soziale Netzwerke.

Während viele Nutzer den Jugendlichen für seine Offenheit lobten, kritisierten andere den Zeitpunkt und den Rahmen seiner Aussagen. Auf die wachsende Aufmerksamkeit reagierte Mattingly gelassen: „Ich bin in den Nachrichten. Also denke ich mir… es ist dort angekommen, wo es hinmusste.“ Zugleich betonte er, dass er der Schule nicht bewusst schaden wollte. Sein Ziel sei lediglich gewesen, ehrlich über seine Erfahrungen als Schüler zu sprechen.

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