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Rechtsnationale Webseiten

Rechtsnationale Webseiten In Hamburg sorgt Lösch-Aktion einer Hackerin für Beifall

ms - 07.01.2026 - 14:00 Uhr
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Die Hackerin mit dem Namen „Pink Power Ranger“ hat jetzt vor einem Live-Publikum in Hamburg drei Websites von weißen, rechtskonservativen Nationalisten erfolgreich gelöscht – und das in einem auffälligen, pinkfarbenen Power-Ranger-Kostüm. Die Zuschauer zeigten sich begeistert von der Aktion. 

Löschung von drei Webseiten 

Martha Root, eine halb-anonyme Hacker-Aktivistin, nahm während des Chaos Communication Congress in Hamburg live auf der Bühne die Server von drei rechtsgerichteten Websites offline. Nach einem Vortrag über „ethisches Hacken“, den sie zusammen mit den Journalisten Eva Hoffmann und Christian Fuchs hielt, begann Root, verkleidet als Kimberly Hart aus der beliebten TV-Serie „Power Rangers“, mit der Löschung der Websites WhiteDate, WhiteChild und WhiteDeal, was von der Menge lautstark gefeiert wurde.

WhiteDate, eine Dating-Website, die von Hoffmann als „Tinder für Nazis“ bezeichnet wurde, wurde zusammen mit WhiteChild, einer Seite für Spermien- und Eizellenspender, sowie WhiteDeal, einem als „Arbeitsmarktplatz für Rassisten“ beschriebenen Portal, vom Netz genommen. Auf allen drei Homepages sollen sich auch immer wieder homophobe und queerfeindliche Statements gefunden haben. 

Betreiber spricht von „Cyber-Terrorismus“

Der Administrator der betroffenen Websites bestätigte in einem X-Post, dass die Seiten gelöscht wurden, und behauptete, dass die Hackerin auch sein Social-Media-Konto gelöscht habe. „Sie löschen öffentlich alle meine Websites, während das Publikum jubelt“, schrieb der anonyme Administrator. „Das ist Cyber-Terrorismus.“

Ein virales Video des Vorfalls, das auf verschiedenen sozialen Medien geteilt wurde, zeigt, wie Root ein Python-Skript öffnet, das die Seiten sowie deren Backups und mehrere mit den Seiten verbundene E-Mail-Konten löscht. Im Gespräch mit Tech Crunch erklärte Root anschließend, dass der Zugang zu den öffentlichen Daten von WhiteDate überraschend einfach war, aufgrund „schlechter Cybersicherheitspraktiken, die selbst das AOL-Konto deiner Großmutter erröten lassen würden“.

Veröffentlichung der Nutzerdaten 

Die Nutzerbilder der Seiten enthielten angeblich Metadaten – Informationen, die an Bild- oder Videodateien angehängt sind –, die persönliche Daten wie Heimadressen sowie Selfies preisgaben. „Stell dir vor, du nennst dich selbst die ‚Herrenrasse‘, vergisst aber, deine eigene Website zu sichern – vielleicht solltest du es erst mal lernen, WordPress zu hosten, bevor du die Weltherrschaft anstrebst“, schrieb Root in einem weiteren Post. Nach der Löschung der Seiten veröffentlichte Root Nutzerdaten, darunter Profile, Namen, Bilder, Beschreibungen, Standorte und mehr. Die betroffenen Seiten hatten insgesamt 6.500 Nutzer, 86 Prozent davon Männer und 14 Prozent Frauen. 

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