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Polizei und LGBTIQ+
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Polizei und LGBTIQ+ Neue Studie bekräftigt nötige Unterstützung der Behörden

ms - 20.05.2026 - 11:00 Uhr
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LGBTIQ+-Ansprechpersonen bei Polizeibehörden können nach Einschätzung von Forschern einer neuen Studie eine wichtige Rolle beim Aufbau von Vertrauen zwischen Polizei und queeren Communitys spielen. Wie aus einer neuen Studie des Williams Institute an der UCLA School of Law, des NORC an der University of Chicago sowie der University of Illinois Urbana-Champaign hervorgeht, hängt die Wirksamkeit dieser Arbeit jedoch stark von der institutionellen Unterstützung innerhalb der Behörden ab. Die Studie konzentrierte sich auf die Lage in den USA, die Ergebnisse sollen aber nach Einschätzung des Williams Institute international Bedeutung haben. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Neue US-Studie untersucht LGBTIQ+-Ansprechpersonen bei der Polizei
  • Forscher sehen Potenzial zur Verbesserung des Vertrauens zwischen Polizei und LGBTIQ+-Community
  • Fehlende institutionelle Unterstützung erschwert vielerorts die Arbeit
  • Queere Menschen erleben laut Studie häufiger Gewalt und negative Erfahrungen mit der Polizei
  • Gemeinsame Schulungen und langfristige Community-Arbeit gelten als zentrale Erfolgsfaktoren
  • Forscher sehen Zusammenhang mit zunehmenden Anti-LGBTIQ+-Gesetzen in den USA

Kommunikation zwischen Polizei und Community 

In den vergangenen Jahrzehnten haben zahlreiche Polizeibehörden in den USA spezielle Verbindungsstellen eingerichtet, um Beziehungen zu historisch benachteiligten Gruppen zu stärken. LGBTIQ+-Ansprechpersonen fungieren dabei als feste Kontaktpersonen innerhalb der Polizeibehörden und sollen die Kommunikation mit queeren Communitys verbessern sowie LGBTIQ+-Opfer von Straftaten besser unterstützen. „LGBTIQ+-Personen erleben im Vergleich zu Nicht-LGBTIQ+-Menschen häufiger Gewalt und Belästigung – und machen zugleich weiterhin negative Erfahrungen mit der Polizei“, erklärte Studienautor Jordan Grasso vom Williams Institute. „Deshalb haben LGBTIQ+-Menschen häufiger ein negatives Bild von der Polizei und melden Straftaten seltener oder bitten weniger oft um polizeiliche Hilfe.“

Für die Untersuchung führten die Forscher im Rahmen des Projekts „Hate Incident Reporting Initiative to Strengthen Engagement“ Interviews mit Polizeibeamten sowie Mitarbeitern aus der Opferhilfe. Ziel war es zu analysieren, wie die Aufgaben von LGBTIQ+-Ansprechpersonen organisiert sind und wie ihre Arbeit von Behörden, Community-Mitgliedern und Partnerorganisationen wahrgenommen wird.

Langfristige Zusammenarbeit 

Dabei identifizierten die Forschet vier zentrale Faktoren für eine erfolgreiche Arbeit der Ansprechpersonen: Eine starke institutionelle Unterstützung, ein direkter Kontakt zu LGBTIQ+-Opfern von Straftaten, gemeinsame Schulungen von Polizei und Community-Mitgliedern sowie eine langfristige Zusammenarbeit mit der Community. Besonders wichtig sei der direkte Austausch mit Menschen, die sich im Kontakt mit der Polizei unsicher oder unwohl fühlten.

Hauptautor Stefan Vogler von der University of Illinois Urbana-Champaign sieht die Ergebnisse auch im Zusammenhang mit aktuellen politischen Entwicklungen in den USA. „Diese Ergebnisse sind besonders relevant angesichts der jüngsten Ausweitung von Anti-LGBTIQ+-Gesetzen in den USA“, so Vogler. „Viele der Hürden, mit denen LGBTIQ+-Ansprechpersonen konfrontiert sind, hängen stark vom jeweiligen lokalen Kontext ab. Weitere Forschung ist notwendig, um sowohl lokale Herausforderungen als auch übergreifende Muster besser zu verstehen.“

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