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Magdeburg eröffnet neues Zentrum für queere Menschen
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Plattform stärkt LGBTIQ+-Netz Magdeburg eröffnet neues Zentrum für queere Menschen

mr - 24.03.2026 - 15:35 Uhr
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Ein neues Zentrum für queere Menschen entsteht derzeit mitten in Magdeburg. Unter dem Namen „BUNT – Büro und Treffpunkt – pridehub Sachsen-Anhalt“ vereinen sich verschiedene Vereine und Initiativen an einem gemeinsamen Ort. Das neue Zentrum, dessen offizielle Eröffnung am Donnerstag, den 26. März bevorsteht, verfolgt das Ziel, queere Menschen aus ganz Sachsen-Anhalt miteinander zu vernetzen und ihnen eine dauerhafte Anlaufstelle zu bieten.

 

Gemeinsamer Ort für Vielfalt und Zusammenhalt

An der Adresse Breiter Weg 120 A öffnen sich demnächst die Türen für ein bisher einzigartiges Projekt im Land. Gruppen wie der Christopher-Street-Day Sachsen-Anhalt e.V. und der CSD Magdeburg e.V. bündeln künftig mit weiteren Engagierten ihre Arbeit unter einem Dach. Geplant sind regelmäßige Begegnungen sowie zahlreiche Veranstaltungen, die explizit die Zusammenarbeit stärken und Ressourcen effektiver nutzen sollen. Diese Entwicklung passiert in einer Zeit, in der laut bundesweiten Umfragen queere Menschen außerhalb urbaner Zentren noch immer Diskriminierung und Ausgrenzung erleben. Mit dem neuen Zentrum wird für viele Betroffene ein sicherer Raum geschaffen, der Austausch und gegenseitige Unterstützung ermöglicht.

 

Aktiv gestaltete Zukunft für die Community

Die Initiatorinnen und Initiatoren verstehen das Zentrum als offenes Projekt, das sich gemeinsam mit der Community immer weiterentwickeln soll. Für die kommenden Wochen sind bereits erste Veranstaltungen fest terminiert. Diese „Work in Progress“-Struktur wendet sich bewusst gegen Verhärtungen und setzt stattdessen auf Flexibilität. Praktischer Nutzen und gesellschaftliche Wirkung greifen somit ineinander. Gerade in ländlicheren Regionen wie Sachsen-Anhalt werden niedrigschwellige, fest verankerte Angebote dringend benötigt, wie auch der jüngste Bericht des Deutschen Instituts für Menschenrechte betont. Das Zentrum greift damit aktuelle Bedarfe und Wünsche queerer Menschen auf.

 

Signalwirkung in bewegten Zeiten

Das Jahr der Eröffnung markiert auch ein besonderes Jubiläum: Drei Jahrzehnte CSD in Sachsen-Anhalt werden 2026 begangen, mit zwölf Veranstaltungen im ganzen Bundesland. Mit dem Motto „Wähl Liebe“ setzen die Gruppen ein klares Zeichen für Solidarität, Demokratie und Menschenrechte, eine deutliche Botschaft angesichts jüngster Wahlerfolge rechtspopulistischer Parteien. Der Auftakt im April in Schönebeck wird als Startpunkt landesweiter Aktionen gesehen.

 

Perspektiven für Sichtbarkeit und Engagement

Mit dem Zentrum erhält die queere Community in Sachsen-Anhalt erstmals eine zentrale, beständige Plattform für aktive Selbstgestaltung. Die langfristige Sicherung dieses Angebots und die nachhaltige Sensibilisierung der Gesellschaft bleiben zentrale Herausforderungen. Die Entwicklung in Magdeburg könnte Vorbild für weitere Städte und Regionen werden - welche Impulse entstehen daraus künftig für ein offeneres, vielfältiges Sachsen-Anhalt?

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