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Wachowski sucht neue Wege
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Wachowski sucht neue Wege „The Hunted“ hängt bei Finanzierung

ms - 14.08.2026 - 13:30 Uhr
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Lilly Wachowski (58), bekannt als Co-Regisseurin der „Matrix“-Filme, hat Schwierigkeiten, ihren neuen Film „The Hunted“ zu finanzieren. Das Projekt befindet sich nach ihren Angaben bereits in einer späten Entwicklungsphase, doch für das auf rund 10 Millionen Dollar veranschlagte Vorhaben fehlt weiterhin die nötige Unterstützung aus Hollywood. Liegt es an dem queeren Stoff?

Das Wichtigste im Überblick

  • Lilly Wachowskis neuer Film „The Hunted“ steckt trotz weit fortgeschrittener Entwicklung bei der Finanzierung fest.
  • Für den rund zehn Millionen Dollar teuren Thriller findet sich laut Wachowski derzeit kein Hollywood-Finanzier.
  • Sie führt die Zurückhaltung unter anderem auf die durchgehend trans* besetzte Geschichte zurück.
  • Das Drehbuch entstand gemeinsam mit Wachowskis Partnerin Mickey Ray Mahoney.
  • Wachowski beschreibt den Film als Reaktion auf die aktuelle Situation von trans* Menschen.
  • Fans fragen sich, warum die Regisseurin ihr Herzensprojekt nicht selbst finanziert.
  • Wachowskis Privatvermögen wird aktuell auf 100 bis 125 Millionen US-Dollar geschätzt. 

Wachowski stößt auf Widerstand

Das Drehbuch komme bei potenziellen Geldgebern grundsätzlich gut an, sagte Wachowski im Podcast The Business. Dennoch gebe es Zurückhaltung bei der Umsetzung. „Die Leute mögen es, aber sie wollen es wirklich nicht machen, weil es einen durchgehend trans* besetzten Cast hat.“ Wachowski will sich davon nicht entmutigen lassen. Sie müsse nun „kreativ werden und verschiedene Wege finden, wie ich das zu den Menschen bringen kann“. Der Film „The Hunted“ ist als politischer Thriller angelegt und entstand gemeinsam mit Wachowskis Partnerin Mickey Ray Mahoney. Die Geschichte beschäftigt sich mit trans* Menschen und der politischen und gesellschaftlichen Situation, der sie ausgesetzt sind.

Für Wachowski hat das Projekt eine besondere persönliche Bedeutung. „Das ist ein Drehbuch, das für mich extrem wichtig war. Es war eine Reaktion auf das, was gerade auf der Welt mit trans* Menschen passiert, und es gab mir ein enorm kathartisches Ventil, in das ich all meine Wut, meinen Zorn und meine Frustration hineinschütten konnte.“ An dem Projekt sind Anarchists United und das von Natasha Lyonne gegründete Studio Ariadne beteiligt. 

Öffentliche Lesung statt fertiger Film

Die Schwierigkeiten bei der Finanzierung haben Wachowski dazu gebracht, nach anderen Möglichkeiten zu suchen, die Geschichte einem Publikum zugänglich zu machen. Anfang August wurde das Drehbuch von „The Hunted“ erstmals bei einer öffentlichen Lesung im Dynasty Typewriter in Los Angeles präsentiert. Damit konnte Wachowski zumindest einen Teil dessen verwirklichen, was sie mit dem Film erreichen möchte, ohne zunächst ein Budget von zehn Millionen Dollar aufbringen zu müssen. Wachowski beschrieb den Gedanken dahinter als Möglichkeit, gemeinsam mit Freunden „diese trans* Freude“ zu erleben. Das Ergebnis entspreche zwar nicht dem ursprünglich geplanten Film, der Zweck bleibe aber derselbe.

Weniger queere Repräsentation im Kino

Die Probleme rund um „The Hunted“ stehen nach Einschätzung der queeren Organisation GLAAD in einem größeren Zusammenhang. Die Repräsentation von LGBTIQ+-Figuren in Filmen großer Studios ist zuletzt deutlich zurückgegangen und lag 2025 bei rund 20 Prozent – und damit allerdings trotz alledem noch weit über der repräsentativen Verteilung von LGBTIQ+-Menschen in der amerikanischen Gesamtbevölkerung mit knapp zehn Prozent. Laut der GLAAD-Studie „Where We Are in Film 2026“ gab es in den 225 untersuchten großen Kinofilmen keine trans* Figuren. 

Die trans* Regisseurin ist vor allem durch ihre Zusammenarbeit mit ihrer Schwester Lana Wachowski bekannt. Gemeinsam realisierten sie die „Matrix“-Filme sowie unter anderem die Serie „Sense8“. Online regt sich nach der Veröffentlichung des Podcast-Interviews auch Kritik an Wachowski – Fans fragen sich, warum die 58-Jährige ihr Herzensprojekt bei einem Budget von zehn Millionen US-Dollar nicht einfach selbst finanziert. Laut Celebrity Net Worth und TheRichest wird das Privatvermögen von Lilly Wachowski auf 100 bis 125 Millionen US-Dollar beziffert. Eine Antwort seitens der Regisseurin steht bisher aus. 

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