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New York erlaubt Cruising New Yorker Homosexuelle gewinnen vor Gericht

Von ms - 08.06.2022 - 12:00 Uhr
New York erlaubt Cruising
Foto: istockphoto / imagean
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In den letzten Jahren kontrollierten New Yorker Polizisten immer wieder in zivil beliebte Cruising-Orte im Big Apple und verhafteten dabei homosexuelle Männer aufgrund Erregung öffentlichen Ärgernisses. Die Vorgehensweise rief in der Vergangenheit immer wieder dunkle Erinnerungen in der New Yorker Gay-Community hervor, denn bereits vor einigen Jahrzehnten veranstaltete die Polizei regelrechte Hetzjagden auf schwule Männer. Ein Grund, warum es 1969 zu den berühmten Unruhen in der Bar Stonewall Inn gekommen war, der Geburtsstunde unserer heutigen Pride-Paraden.

Ein New Yorker Gericht hat diese Undercover-Ermittlungen nun endgültig beendet. Im Zentrum der Debatte standen dabei Kontrollen der Polizei auf den Toiletten des New Yorker Haupt-Busterminals. Seit 2005 soll es dort immer wieder zu unrechtmäßigen Verhaftungen gekommen sein, mehrere homosexuelle Männer reichten daraufhin Klage ein, schlussendlich kam es 2017 zu einer breitangelegten Sammelklage, die erklärte, dass ein diskriminierendes Muster innerhalb des Police Departments (PAPD) zu verzeichnen sei.

Mehrere Jahre dauerte der Prozess, der jetzt mit einer Einigung sein Ende fand. Mit sofortiger Wirkung stellt die Polizei die Kontrollen in allen Toiletten der Stadt New York ein. Ferner verpflichten sich die Polizisten dazu, einen Kurs zum Thema LGBTI* zu absolvieren. Den, zuletzt im Hauptprozess klagenden, zwei Männern muss die New Yorker Polizei zudem Schadensersatz in Höhe von insgesamt 40.000 US-Dollar bezahlen. Geklagt im Auftrag mehrerer beschuldigter Männer hatte die Legal Aid Society. Sie zeigte sich über das jetzige Urteil sehr erfreut und bekräftigte, dass diese Art von purer Homophobie in der Polizei künftig keinen Platz mehr haben dürfe - dieser Machtmissbrauch müsse endgültig aufhören.

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