Direkt zum Inhalt
Lob für LGBTI*-Politik

Lob für LGBTI*-Politik US-Präsident Biden und Irlands Staatschef Varadkar diskutieren über LGBTI*-Rechte

ms - 20.03.2023 - 13:00 Uhr
Loading audio player...

Zu einem durchaus historischen Treffen kam es am vergangenen Wochenende während den Feierlichkeiten rund um den irischen St. Patrick´s Day: US-Präsident Joe Biden begrüßte den irischen Regierungschef Leo Varadkar und seinen Partner Matthew Barrett in den Vereinigten Staaten von Amerika. Biden schenkte Varadkar dabei auch traditionell eine Schale mit Kleeblättern, die Glück bringen sollen. Gemeinsam mit Vizepräsidentin Kamala Harris und ihrem Ehemann nahmen sie zusammen in ihrem Haus ein Frühstück ein. Der St. Patrick's Day wird jedes Jahr auch im Weißen Haus gefeiert. Ein Mittagessen im Kapitol bringt seit einigen Jahrzehnten Demokraten und Republikaner zu einer gemeinsamen Mahlzeit zusammen.

Regierungschef für LGBTI*-Rechte

Varadkar ist zum zweiten Mal seit Dezember 2022 der Regierungschef Irlands, offiziell Taoiseach genannt. Der 44-jährige Varadkar ist der erste offen schwule Regierungschef des Landes und setzte sich bereits in seiner ersten Amtszeit zwischen 2017 und 2020 für die Rechte der LGBTI*-Community ein. Varadkar wuchs als Sohn eines indischen Arztes und einer irischen Krankenschwester in den Dubliner Vororten auf. Er studierte Medizin und war als Arzt am Blanchardstown Hospital tätig.

Im Januar 2015 outete er sich an seinem 36. Geburtstag als erster Minister in der irischen Geschichte als schwul. Er wählte diesen Schritt bewusst, um vor dem Referendum über die gleichgeschlechtliche Ehe seine Position klarstellen. Mit rund 62 Prozent stimmte daraufhin die Mehrheit der Iren für die Legalisierung der Homo-Ehe, dagegen hatte vor allem die römisch-katholische Kirche mobil gemacht. Varadkar hatte daraufhin erklärt, er freue sich, dass er jetzt ein gleichwertiger Bürger in seinem eigenen Land sein dürfe. Sein Partner Matthew Barrett ist ebenso Arzt.

Amerikas Stellung im Kampf für LGBTI*-Rechte

Biden zeigte sich beim Treffen am vergangenen Wochenende erfreut über die LGBTI*-Fortschritte der letzten Jahre in Irland und kündigte an, dass er das Land zeitnah besuchen wolle. Varadkar erwiderte, dass man ihm dann sehr gerne den „roten Teppich ausrollen“ werde. Neben aktuellen Themen rund um den Ukraine-Krieg beherrschte vor allem auch die Debatte um die Rechte von LGBTI*-Menschen den Tag. Varadkar lobte die USA für ihre Geschichte der LGBTI*-Rechte, insbesondere auch für den aktuellen harten Kampf gegen homophobe Hardliner und für mehr Akzeptanz innerhalb der Gesellschaft. „Von Stonewall über Sacramento bis San Francisco. Amerika ist führend, wenn es um die Gleichberechtigung von LGBT geht. Ich glaube nicht, dass ich heute hier wäre, wenn Amerika nicht so viel bereits getan hätte“, so Varadkar weiter.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Forderung der Linksfraktion

Gedenken für alle queeren Opfer

Die Linksfraktion fordert eine offizielle Anerkennung der Bundesregierung aller queeren Opfer der Nationalsozialisten, nicht "nur" der homosexuellen.
Selenskyj bricht Versprechen

Keine Rechte für homosexuelle Paare

Rollback Ukraine: Präsident Selenskyj bricht sein Versprechen, das Parlament will ein extrem restriktives Gesetze gegen LGBTIQ+-Rechte einführen.
Mehr LGBTIQ+-Menschenrechte

Vorstoß von EU-Abgeordneten Zan

Der Grundrechtebericht des italienischen EU-Abgeordneten Alessandro Zan wurde jetzt im EU-Parlament angenommen. Ziel: Stärkung der LGBTIQ+-Rechte.
Gewalt im Iran geht weiter

Appell von Amnesty International

Im Iran kämpft das Regime nach wie vor um den Machterhalt, viele Aktivisten werden verschleppt, darunter mutmaßlich auch LGBTIQ+-Menschen.
Blutige Spur durch die USA

Über 1.000 Angriffe auf LGBTIQ+

Die Angriffe auf die LGBTIQ+-Community in den USA haben erneut 2025 zugenommen, besonders stark betroffen waren dabei Pride-Veranstaltungen.
Jetten wird Ministerpräsident

Minderheitenregierung bestätigt

In den Niederlanden haben sich 3 Parteien nun auf eine Minderheitenregierung geeinigt. Rob Jetten wird der erste schwule Ministerpräsident des Landes.
Gedenken in Berlin

Opfer des Nationalsozialismus

In Berlin findet heute die Kranzniederlegung am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen statt.
Tilly Prozess in Russland

Verfahren wird fortgesetzt

Der Prozess gegen Jacques Tilly und seine Putin-kritischen Karnevalswagen geht heute in Russland unbeirrt weiter trotz internationaler Proteste.
Programm AfD Sachsen-Anhalt

Debatte über Regierungsentwurf

Ein Entwurf der AfD Sachsen-Anhalt sorgt für Empörung: Gefördert werden sollen nur noch heterosexuelle Familien, die Pride-Flagge soll verboten werden