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Klade Ib in Österreich Zwei Fälle der gefährlicheren Virus-Variante registriert

Von ms - 26.02.2026 - 09:30 Uhr
Neue Mpox-Variante in Österreich
Foto: iStock / bymuratdeniz
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In Österreich sind erstmals Infektionen mit der Mpox-Variante Klade Ib bestätigt worden. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden im Februar zwei entsprechende Fälle identifiziert. Die betroffenen Personen befinden sich in medizinischer Betreuung. Die Lage sei „stabil“, hieß es. Seit dem europaweiten Ausbruch 2022 war in der Alpenrepublik bisher ausschließlich die Klade IIb festgestellt worden.

Bisher milde Verläufe 

In mehreren europäischen Staaten war zuletzt ein Anstieg von Infektionen mit Klade Ib registriert worden, auch in Deutschland, insbesondere in Berlin. Die neue Virusvariante zeichnet sich zumeist durch einen deutlich schwereren Krankheitsverlauf aus, zudem besteht ein deutliches erhöhtes Sterberisiko für Menschen mit HIV. Bei den beiden nun bekannt gewordenen Fällen in Österreich gebe es glücklicherweise allerdings bisher keine schweren Komplikationen. „Wie auch in anderen europäischen Ländern treten einzelne Mpox-Fälle weiterhin auf. Die beiden aktuellen Fälle zeigen milde Verläufe“, bestätigte das Ministerium.

Mpox ist in Österreich seit 2022 meldepflichtig. Insgesamt wurden seither 390 Fälle erfasst – Deutschland dokumentierte seit dem weltweiten Ausbruch des Virus zumeist unter schwulen und bisexuellen Männern rund 3.800 Fälle von der Variante Klade IIb. Die gefährlichere Version Ib wurde in der Bundesrepublik mit Stand von Januar 2026 bisher 16 Mal registriert. 

Appell für Impfung 

Das Gesundheitsministerium in Österreich verwies erneut auf die zweifache Schutzimpfung als wichtigste Präventionsmaßnahme.: „Es gibt eine wirksame Impfung. Personen mit erhöhtem Risiko sind ausdrücklich aufgerufen, das Impfangebot zu nutzen.“ Die Impfung schützt besser vor schweren Krankheitsverläufen. „Mpox ist eine meldepflichtige Erkrankung. Die Situation wird laufend beobachtet“, erklärte das Ministerium weiter.

Die Impfempfehlung richtet sich insbesondere an schwule und bisexuelle Männer, die Sex mit Männern haben und häufig den Partner wechseln, sowie an Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter. Die Behörden raten, den eigenen Impfstatus zu überprüfen und fehlende Impfungen nachzuholen. International wurden zudem weitere Fälle der Klade Ib mit möglichem Infektionsort Berlin gemeldet. Zu denkbaren weiteren Infektionsketten in Österreich liegen derzeit keine Angaben vor. Die WHO warnte vor wenigen Tagen vor neu auftretenden „Misch-Varianten“ zwischen Klade Ib und Kalde IIb – wie gefährlich diese werden können, ist noch unklar. 

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