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Affenpocken und HIV
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Affenpocken und HIV Neue Studie mit alarmierenden Daten für Menschen mit HIV!

ms - 22.02.2023 - 10:04 Uhr
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Alarmierende Daten kommen jetzt aus London: Die Affenpocken sind für Menschen mit einer fortgeschrittenen HIV-Infektion oder der Diagnose AIDS “sehr tödlich“, so die neusten Studienergebnisse. Es ist die erste große Studie zum Thema Mpox und HIV; demnach liegt die Sterblichkeitsrate bei 15 Prozent bei Menschen mit HIV und CD4-Zahlen, die niedrig genug für eine AIDS-Diagnose sind. Die Rede ist zudem auch von “verheerenden Auswirkungen“ wie beispielsweise schweren Haut- und Genitalverletzungen. Bei bis zu einem Viertel der Menschen mit einem stark geschwächten Immunsystem können Affenpocken zum Tod führen.

Erschütternde neue Daten

Die neusten Daten wurden in dieser Woche in der Fachzeitschrift The Lancet veröffentlicht. Die Analyse umfasste rund 380 Personen aus 28 Ländern, die alle HIV-positiv waren und eine Anzahl von weniger als 350 der als CD4-Zellen bezeichneten Schlüsselimmunzellen aufwiesen, die zur Abwehr von Infektionen beitragen. Siebenundzwanzig dieser Personen starben. „Die Daten sind für Menschen mit fortgeschrittenem HIV erschreckend. Es ist wirklich erschütternd!“, so Dr. Chloe Orkin, Expertin für Infektionskrankheiten an der Queen Mary Universität in London gegenüber NBC News. Sie ist auch die Hauptautorin der Studie.

Impfungen von HIV-positiven Menschen

Orkin drängt darauf, dass Menschen mit fortgeschrittenem HIV weltweit vorrangig gegen Mpox geimpft werden sollten. Sie und ihre Co-Autoren setzen sich zudem dafür ein, dass die weltweiten Fachstellen im Bereich Gesundheit wie die CDC (Centers for Disease Control and Prevention) in den USA und die WHO (Weltgesundheitsorganisation) die Affenpocken als “AIDS-definierenden Zustand“ einstufen, wenn die Infektion bei HIV-positiven Menschen zu Nekrose oder zum Absterben von Gewebe führt. Erst vor wenigen Tagen hatte die WHO erklärt, dass sie die Notstands-Einstufung für Mpox beibehält und, ähnlich wie die Deutsche Aidshilfe, zu Impfungen aufgerufen.

Jeder zweite Mpox-Patient war wahrscheinlich auch HIV-positiv

Bei Menschen mit HIV gilt eine CD4-Zahl von 500 oder mehr als gesund. Unbehandelt baut das Virus das Immunsystem ab und führt zu einer fortgeschrittenen HIV-Erkrankung – eine antiretrovirale Behandlung kann dies allerdings wieder ausgleichen. Bei einer CD4-Zahl unter 200 wird die Diagnose AIDS gestellt, was bedeutet, dass ein HIV-positiver Mensch ein erhebliches Risiko für über ein Dutzend schwere und teils tödliche Infektionen hat.

Die Affenpocken breiteten sich seit Mai 2022 weltweit außerhalb des Ursprungslandes Afrika aus, inzwischen ist die Zahl der Neu-Infektionen rapide gesunken. Nach Angaben der CDC gab es weltweit bisher rund 86.000 Fälle in 110 Ländern – 96 Menschen starben durch Mpox. Betroffen davon waren überwiegend schwule und bisexuelle Männer. Nach Angaben der CDC geht die Studienlage derzeit davon aus, dass zwischen 38 und 50 Prozent der, mit Mpox diagnostizierten Personen auch HIV-positiv waren.

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