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Pride im New Yorker Rathaus Zeichen gegen Einschränkungen von Rechten

Von ms - 09.06.2026 - 14:35 Uhr
Pride im New Yorker Rathaus
Foto: Official NYC Council Photo by John McCarten
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Das Rathaus von New York ist zum Schauplatz einer besonderen Feier der LGBTIQ+-Community geworden. Mitglieder des LGBTIQ+-Caucus des Stadtrats verwandelten die Ratssäle in einen Ballroom-Laufsteg und veranstalteten im Pride-Monat Juni erstmals einen offiziellen Pride Ball in den altehrwürdigen Hallen. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Der New Yorker Stadtrat veranstaltete erstmals einen Pride Ball im Rathaus.
  • Künstlerinnen und Künstler aus allen fünf Stadtbezirken präsentierten Ballroom-Performances.
  • Geehrt wurden Schauspielerin Hari Nef, Sozialarbeiterin Asha Lyons und Non-Profit-Manager Rickke Mananzala.
  • Die Veranstaltung fand vor dem Hintergrund bundesweiter Debatten über LGBTIQ+-Rechte in den USA statt.
  • Der Stadtrat betonte die historische Bedeutung der LGBTIQ+-Community für die Entwicklung der Stadt.

New York feiert LGBTIQ+

Auf dem Programm standen Ballroom-Auftritte, ein Voguing-Wettbewerb sowie Ehrungen für Persönlichkeiten, die sich um das LGBTIQ+-Leben in New York verdient gemacht haben. Künstlerinnen und Künstler aus allen fünf Stadtbezirken der Millionenmetropole nahmen an der Veranstaltung teil. Der LGBTIQ+-Caucus verlieh Ehrenurkunden an die Schauspielerin Hari Nef, die Sozialarbeiterin Asha Lyons, die im Bereich geschlechtsbejahender Gesundheitsversorgung tätig ist, sowie an den Non-Profit-Manager Rickke Mananzala. Gewürdigt wurden ihre Beiträge für die queere Community in New York City.

Hari Nef zeigte sich nach der Auszeichnung bewegt. In einem Instagram-Beitrag schrieb sie: „Ich fühlte mich geehrt, eine offizielle Auszeichnung des LGBTIQ+-Caucus zu erhalten. Ich liebe New York, und ich bin mir nicht sicher, ob New York irgendjemanden zurückliebt. Aber an diesem Tag hat mir die Stadt die Höchstwertung gegeben – und das ist mehr als genug für mich.“

Pride in schwierigen Zeiten

Die Veranstaltung fand in einer Zeit statt, in der LGBTIQ+-Rechte in den Vereinigten Staaten erneut verstärkt Gegenstand politischer Auseinandersetzungen sind. Seit dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr seien bundesweite Maßnahmen zur Einschränkung von queeren Rechten auch in traditionell demokratisch geprägten Regionen wie New York spürbar geworden, betonten einige Anwesende. Genannt wurden unter anderem Einschränkungen bei geschlechtsbejahender Gesundheitsversorgung, Maßnahmen gegen Diversitäts-, Gleichstellungs- und Inklusionsprogramme sowie jüngste Bemühungen, Pride-Flaggen am Stonewall National Monument zu entfernen.

Politikerinnen und Politiker des mehrheitlich demokratisch geführten New Yorker Stadtrats sowie des Parlaments des Bundesstaates New York haben darauf mit verschiedenen Schutzmaßnahmen reagiert. Dazu zählen sogenannte „Shield Laws“, die Menschen schützen sollen, die geschlechtsbejahende Gesundheitsversorgung in Anspruch nehmen. Zudem wurden neue Schutzbestimmungen für trans* und nicht-binäre Menschen geschaffen. Gleichzeitig stellten sich lokale und regionale Entscheidungsträger gegen aus ihrer Sicht LGBTIQ+-feindliche Initiativen der Regierung.

New York und die Community 

Zum Auftakt des Pride-Monats erinnerte der Stadtrat an die historische Rolle queerer Menschen für die Entwicklung der Stadt. „Die Geschichte New Yorks wurde von LGBTIQ+-Menschen geprägt – vom Kampf für Bürgerrechte und fortgesetztes Engagement bis hin zu Kultur und Gemeinschaftsbildung, die unsere Stadt bis heute voranbringen“, heißt es in einem Beitrag des Stadtrats auf der Plattform X.

Weiter erklärte das Gremium: „In diesem Pride-Monat würdigt der New Yorker Stadtrat dieses Vermächtnis und bekräftigt sein Engagement, die Rechte, die Sicherheit, die Gesundheit und die Würde von LGBTIQ+-Menschen in jedem Stadtviertel zu schützen.“ Mit dem ersten Pride Ball im Rathaus setzte die Stadt damit ein sichtbares Zeichen für die Anerkennung der queeren Geschichte New Yorks und für den Schutz der Rechte, der Sicherheit und der Würde queerer Menschen.

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