Kein öffentliches Coming-out New Yorker Schulleiter beanstandete Interview mit Schüler
Die Schulzeitung der öffentlichen Tully High School im US-Bundesstaat New York wollte in ihrem monatlichen „Senior Spotlight“ ein Interview mit dem 17-jährigen Tyler Johnson abdrucken. Als Schuldirektor Mike O’Brien das Manuskript las, zitierte er den Schüler in sein Büro: Er habe angeblich gegen die Regeln der Rubrik verstoßen und müsse das Interview überarbeiten.
Keine geeigneten Themen?
In einem TikTok-Video erklärte Johnson: Auf die Frage nach seiner bislang größten Herausforderung hatte er das Heranwachsender als schwuler Junge und sein Coming-out genannt. Er habe lernen müssen, sich mit sich wohlzufühlen und auch im Angesicht von schwulenfeindlichem Mobbing, starken Depressionen und anderen negativen Erfahrungen stark zu sein. Der Rektor beanstandete, dass in dieser Rubrik der Schulzeitung weder von sexuellen Orientierungen, noch von Religion oder Drogen gesprochen werden dürfe. Wie Johnson jedoch laut Prism & Pen herausfand, hatte O’Brien die Beschränkungen frei erfunden.
Nicht das erste Mal
Wie sich später herausstellte, war das auch nicht der einzige Fall, in dem der Schulleiter zensierend eingegriffen hatte: Ein Sozialarbeiter an der Schule durfte bei seiner Vorstellung in der Schulzeitung ebenso nicht erwähnen, dass er mit einem Mann verheiratet ist. Als der Sozialarbeiter von dem Vorfall erfuhr, reichte er aus Solidarität seine Kündigung ein. Inzwischen wurde Johnsons Interview in der ursprünglichen Version abgedruckt.